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Joggen, Fahrradfahren und was sonst so Spaß macht


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Pferdepflege

Ich kümmere mich sehr gerne um mein Pferd. Ich putze und bürste ihn gerne, gelegentlich kommt er in Genuß einer Massage und auch sonst bin ich stets bemüht, es meinem vierbeinigen Freund so angenehm wie möglich zu machen.

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Gestern stand nach einem gut ein stündigem Ritt dann zum ersten Mal das Waschen des Schweifes auf dem Programm.

Er wälzt sich immer gerne, wenn er mit den anderen Pferden draußen steht. Da sammelt sich aller Hand Sand und Schlamm auch in seinen Schweif. Der eigentlich schwarze Schweif sah mittlerweile schon ganz grau aus. Die frostige Kälte ist bei uns derzeit vorbei. Es ist frühlingshaft warm draußen mit Temperaturen im zweistelligen Bereich, sehr angenehm.

So wollte ich Elia gestern zum Waschplatz führen. Den wollte er aber gar nicht erst betreten, sah ihn sehr skeptisch an.  Es bedurfte einiger Geduld und Überredenskunst meinerseits, ihn überhaupt auf diesen Platz zu bewegen. Als ich dann noch den Wasserschlauch aufmachte und kaltes Nass raus kam, igitt, schien er mir sagen zu wollen. Doch nicht mit mir, nein, bitte nicht. Es war gar nicht so einfach, seinen Schweif überhaupt nass zu bekommen. Irgendwie ist es mir dann doch gelungen.

Ich seifte diesen dann ordentlich ein, dass es nur so schäumte. Das anschließende Auswaschen gestaltete sich wiederum schwierig. Dabei hielt ich den Wasserstrahl von seinem Körper weg, dass wirklich nur sein Schweif davon abbekam. Aber ihm war das nicht so recht, tänzelte immer wieder weg. So beendete ich früh dieses Prozedere, zu früh, wie ich Stall dann feststellte. Der Schweif war immer noch voller Seife. Zum Glück fand sich Jemand, der mit mir und Elia zusammen noch einmal zum Waschplatz ging.

Und zu zweit mit Pferd ging es nun deutlich besser. Mein Pferd wurde vorne festgehalten und ein wenig betütelt und ich konnte nun in Ruhe seinen Schweif zu Ende auswaschen.

Am Ende war Pferd wieder gut versorgt im Stall und auch ich zufrieden.


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Mein Leben mit Elia

Nun bin ich schon über 11 Wochen Pferdebesitzerin. Ich kümmere mich täglich um mein Pferd, putze es, bewege / reite, versorge ihn, was eben so zu tun ist.

Wie beim Laufen auch gibt es manchmal Tage, wo es mir etwas schwer fällt mich aufzuraffen, überhaupt zum Stall hin zu fahren. Aber da steht ein süßer kleiner Freund, der versorgt werden will und sich freut, wenn ich komme. Und da fällt es mir nicht schwer, mich tatsächlich aufzuraffen. Wenn ich erst mal dort bin, habe ich meistens eine schöne Zeit mit meinem Elia.

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Er wird meistens mit einer Möhre begrüßt. Zum Dank gibt es an den meisten Tagen auch ein kleines Küßchen von ihm, d. h. er hält mir kurz seine Nüstern hin oder kommt direkt damit in mein Gesicht, ein kleiner Charmeur durch und durch.

Und dann vergeht die Zeit mit ihm gemeinsam wie im Fluge. Meistens gehe ich ungern irgendwann nach Hause, weil ich nicht genug von ihm bekommen kann.

Gerne möchte ich diesen Blog hier nun benutzen, um meine Erlebnisse und Gedanken hierzu festzuhalten. Es gibt fast jeden Tag was zu erzählen.

Gestern z. B. hatte Elia einen weniger schönen Tag. Der Zahnarzt kam zu ihm. Ich kannte so ein Prozedere noch nicht, hatte aber schon ein wenig Bauchweh. Ich geh ja selber nicht gerne zum Zahnarzt und nun musste mein lieber Freund einen haben. Er hatte nichts Besonderes. Nur sollte man einmal im Jahr einen Zahnarzt ran lassen, der nachsieht, ob die Zähne soweit in Ordnung sind. Sie müssen meistens auch ein wenig geraspelt werden, haben die Pferde sog. Haken auf den Zähnen vom ungleichen Kauen usw. Naja, gestern war halt so ein Termin für meinen kleinen Elia.

Der Tierarzt kam pünktlich und so konnte es schon bald losgehen. Elia bekam ein großes Halfter um und danach ein Gerät, was sein Maul offen hielt. Da guckte er schon sehr irritiert, gefiel im gar nicht. Dann griff der Zahnarzt ihm ins Maul und fühlte sämtliche Zähne ab, sah mit Stirnlampe hinein. Dann griff er zu großem Werkzeug, große mit Motor betriebene Schleifgeräte und ging damit in das Maul an die Zähne. Ohje, das war ja nunmal gar nichts für meinen Freund. Und es wurde schnell klar, dass es so nicht weiter gehen würde. Der Tierarzt schlug eine Beruhigungsspritze vor, die ich sofort dankbar annahm. Elia bekam seine Beruhigungsspritze und man konnte zusehen, wie der Kopf runter ging, die Augen matter wurde und er ganz ruhig wurde.

Danach konnte der Tierarzt in aller Ruhe seine Arbeit machen und alle Zähne bearbeiten. Die gesamte Behandlung dauerte ca. eine halbe Stunde. Ach, er tat mir schon leid, der Kleine. Danach wurde mir empfohlen, eine ganze Zeit mit ihm spazieren zu gehen. Das tat ich auch. Wir gingen die Straße auf und ab und über diesen Paddock und über jenen. Erst lief er müde und schlapp neben mir, wurde mit der Zeit immer munterer und war nach mehr als 1 1/2 Stunden wieder der Alte.

Ich putzte ihn noch ein wenig und stellte ihn dann zurück in seine Box. Tagewerk war vollbracht.

Heute gingen mir die Bilder von der doch recht rustikalen Zahnbehandlung nicht aus den Kopf. Ich beschloss, mein Pferd heute nicht zu reiten, sondern einfach nur so eine schöne Zeit mit ihm zu verbringen.

Zur Begrüßung gab es heute eine Banane. Diese aufgepellt mag er besonders gerne, er leckt mir danach sämtlich Finger ab, so dass wirklich nichts mehr von Banane dran ist, auch kein Geruch mehr. Dann ging ich raus mit ihm auf den Paddock. Ich übe derzeit ein bis zweimal in der Woche ein wenig Bodenarbeit. Er soll sich gut von mir führen lassen, wenn ich stehen bleibe, auch stehen bleiben, mir nach rechts und links folgen, wenn ich laufe, soll er traben…. Es bringt zum Einen Abwechslung in unser beider Leben und stärkt zum Anderen hoffentlich unsere Bindung. Mein Ziel ist es, viel Spaß mit ihm zu haben.

Naja,  mit mir über Traben war zunächst nicht so einfach. Er hat nicht wirklich verstanden, was ich von ihm wollte. Es ist dann meine Aufgabe, die richtigen Mittel zu finden, dass er versteht, was ich von ihm will. Er ist in der Regel ein sehr williger Kumpel und stets bemüht, es mir recht zu machen. Nur versteht er nicht immer, was ich von ihm will. Daran arbeiten wir. Und irgendwann hat er auch heute verstanden, dass er mit mir traben soll, wenn ich laufe. Ich habe ihn ausgiebig gelobt, was ihm gefallen hat.

Nach getaner Arbeit kam dann der für ihn angenehmere Teil. Ich putzte und striegelte ihn ausgiebig. Und dann hatte ich heute einen kleinen Igelball dabei. Damit massierte ich seinen gesamten Rücken. Er hat es genossen, stand ganz ruhig da, den Kopf ganz entspannt hängend, die Augen halb geschlossen. Es ist schön zu sehen, wie sich meine Mühe lohnt und er das Zusammensein mit mir in solchen Momenten genießt. Das sind die Momente, wo es mir schwer fällt, mich von ihm lösen und irgendwann auch wieder nach Hause zu fahren.

Aber irgendwann wollte er auch wieder in seine Box. Dort wartete noch Heu auf ihn und außerdem bekommt er von mir immer noch eine gute Portion Möhren.

Danach habe ich noch meine Sachen auf- und weggeräumt, die Stallgasse gefegt, hier und da mit anderen Pferdebesitzern geredet, mich mehrfach verabschiedet, doch meistens noch wieder geblieben und irgendwann tatsächlich nach Hause gefahren.

Heute bin ich mit einem sehr guten Gefühl nach Hause gefahren. Ich hatte eine wirklich schöne Zeit mit Elia, die er auch genossen hat. Und das ist sehr schön.


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Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Nun bin ich Pferdebesitzerin. Zum Laufen bleibt derzeit keine Zeit.

Mit Pferd ist man gefordert.

Wie beim Laufen auch ist man sehr viel draußen, selbst bei widrigen Wetterverhältnissen muss man raus und sich um seinen vierbeinigen Freund kümmern.

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Das Pferd kommt jeden Tag raus, lediglich am vergangenen Donnerstag, wo Friderike nicht nur in NRW tobte, blieb er den ganzen Tag im Stall. Es flog ja auch einiges durch die Gegend, Bäume knickten um, Dachziegel fielen runter, in der Duisburger Innenstadt flogen ganze Europaletten durch die Gegend. …. Das war schon nicht ohne am Donnerstag.

Ja, wir haben auch eine Reithalle, ein Dach über den Kopf. Aber nichts beheiztes, ist halt lediglich ein Dach über dem Kopf, man ist vor Regen geschützt, wird nicht von oben nass und muss nicht durch Schlamm reiten.

Beim Laufen ist man meist alleine unterwegs, ab und zu trifft man wen, grüßt, läuft gelegentlich ein paar Schritte gemeinsam des Weges, aber die meiste Zeit habe ich meine Runde alleine gelaufen.

Nun habe ich einen Partner mit dem ich meinen Sport betreibe. Und im Stall sind auch noch andere Menschen die sich um ihre vierbeinigen Freunde kümmern.

Zunächst wird geputzt, ein Aufwärmtraining für Pferd und Reiter, gesattelt und dann gehts los. Erst langsam , die Beine müssen ein wenig vertreten werden, gelockert …

Und dann geht es richtig los. Aber eben nicht einfach drauf los. Ich habe ja einen vierbeinigen Partner, man versucht eine Einheit zu werden, gemeinsam Spaß zu haben. Das Pferd will gelockert und gebogen werden. Meistens schwitze ich, wenn ich reite, mein Pferd hat bisher noch nicht geschwitzt. Naja, vielleicht wenn es wärmer wird?

Nach getaner „Arbeit“ wird Pferd wieder zum Stall gebracht, nochmal gebürstet, geputzt, geknuddelt, geherzt,  eingedeckt, in die Box gebracht und mit Möhrchen versorgt.

Wir genießen beide die Zeit. Mein Pferd genießt es, von mir versorgt zu werden, mag es, wenn ich ihn striegel und bürste. Ich mag seinen Geruch, sein flauschig weiches Fell, seinen süßen Charme. Er will gerne geherzt werden.

Es tut Herz und Seele gut, wenn wir zusammen sind, sowohl mir als auch meinem Pferd.

Beim Laufen kann man auch mal ein paar Tage die Beine hoch legen, wenn man nicht mag oder kann. Beim Pferd geht das nicht. Sicher ein Tag zwischendrin kann man auch mal Zuhause bleiben. Es wird ja gut versorgt mit Futter und Stroh und kommt jeden Tag raus. Ansonsten muss ich schon selber nach seinem Wohlergehen schauen. Dazu gehört eben das tägliche Putzen, Striegeln und Bürsten und das Bewegen.

Es ist schön, in den Stall zu kommen und herzlich vom Pony begrüßt zu werden. Es tut meiner Seele so unendlich gut.


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2017

Das Jahr 2017 ist nun in seinen aller letzten Zügen. Für mich Anlass, endlich mal wieder hier zu berichten.

Es war kein einfaches Jahr für mich. Zu Beginn war da die Sorge um meine Mutter, die im Pflegeheim war, hochgradig dement, schließlich ins Krankenhaus kam und dort an einer schweren Lungenentzündung verstarb. Die Zeit davor und alles was man so erlebt hat, hatte schon mehr Spuren bei mir hinterlassen, als ich es mir je hätte vorstellen können. Man denkt über vieles nach, über das Leben, über das Sterben, über das Wie…

Aber das Leben geht ja weiter und ich habe noch so viele Jahre hoffentlich vor mir. Also wollte ich nach vorne schauen.

Läuferisch wirkte es sich schon arg aus. Bin in 2017 nur wenig gelaufen, habe gerade mal 392 km zusammengebracht. Dafür habe ich das Radeln für mich entdeckt. Ich war sehr häufig mit dem Rad zur Arbeit unterwegs, sogar bei Wind und Wetter, habe viele Staus mit dem Rad umfahren. Nur in den letzten Tagen ist auch das weniger geworden, da das Wetter wirklich grausig ist.

Im August hatte ich einen Sturz mit dem Rad und bin voll auf meine linke Kniescheibe gefallen. Es war nichts gebrochen, kein Meniskusschaden, Bänderverletzung oder ähnliches, ein Knietrauma war die ärztliche Diagnose. Und doch ist auch dies nicht spurlos an mir vorbei gegangen. Bin bis heute nicht wieder ans Laufen gekommen.

Im September hatte ich dafür einen schönen Urlaub an der Ostsee und durfte einige schöne Stunden mit Margitta verbringen. Diese Tage haben mir sehr gut getan. Habe ein wenig Kraft tanken können und mich anschließend zu neuen Taten aufraffen können.

Ich war schon einige Wochen zuvor immer wieder in einen mir wohl bekannten Reitstall zum Gucken gewesen. Und in meinem Herzen regte sich was, es pochte und freute sich, wenn ich da war und es tat mir sehr, sehr gut.

Unmittelbar nach meinem Urlaub legte ich mir eine nötige Grundausstattung zusammen und fing wieder mit dem Reiten an (Hatte ich vor ca. 30 Jahren schon mal sehr intensiv gemacht). Der Anfang war alles andere als leicht. Doch mit jedem weiteren Versuch danach klappte es besser. Und meiner lädierten Seele tat das Ganze sehr, sehr gut.

So folgte ich weiter meinem guten Gefühl und meinem Herzen. Und was soll ich lange drum rum reden. Seit dem 19.12.2017 ist dieser kleiner süßer Kerl mein Eigen:

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Ein 13-jähriger Pony-Wallach mit dem Namen Elia. Er ist ein süßer kleiner Kerl.

Aber auch hier gilt: Aller Anfang ist schwer. Bis man alles zusammen hat, was man braucht zum gemeinsamen Vergnügen, puh. Und dann sind Reiter und Pferdchen doch sehr, sehr angespannt und aufgeregt. Gestern hatten wir nun unseren ersten gemeinsamen Ritt im heimatlichen Stall. Und es lief bzw. ritt sich gut fürs Erste.

Ein nun versöhnlicher Abschluss  für 2017, das nun wirklich nicht einfach für mich war.

Wie geht es nun weiter in 2018?

Läuferisch sicher nicht so doll. Ich weiß noch nicht, wann ich wieder laufen werde. Es muss schon richtig in den Füßen jucken. Irgendwann wird es das, da bin ich mir sicher.

Wenn das Wetter ein wenig freundlicher wird, werde ich mit dem Rad zur Arbeit fahren.

Und mein süßes kleines Pony will jeden Tag von mir betreut und gehegt und gepflegt werden. Ich hoffe, es entwickelt sich zu einer Säule in meinem Leben, das mir auch in nicht so einfachen Zeiten Halt gibt, den ich in 2017 nicht so hatte. Ich bin da zuversichtlich.

So ist das Leben, bunt und es lebt, nichts bleibt wie es war. Ist nicht Alles schön und doch sehr, sehr vieles.

Ich wünsche Euch allen für 2018 alles Gute, Glück, Gesundheit und eine sorgenfreie schöne Zeit! Passt gut auf Euch auf und lasst Euch nicht unterkriegen.

Bis hoffentlich bald !

Kornelia

 


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Urlaub

Sommerzeit, Urlaubszeit, lange hatte ich mich darauf gefreut.

Ich wollte mit dem Rad an der Ostseeküste entlang radeln und zwar von Timmendorfer Strand bis nach Hiddensee.

Doch aufgrund meines Sturzes im August und der damit verursachten Knieverletzung war das leider nicht möglich. Das Knie war dafür zu arg verletzt und nicht belastbar genug. So disponierte ich um.

Es wurde eine Woche Urlaub am Timmendorfer Strand und eine weitere Woche in der Nähe von Rostock.

Timmendorfer Strand war Neuland für mich, war noch nie zuvor dort. Hier ist auch Ostsee, aber eine Bucht mit wenig bis gar keinen Wellen. Auch den Strand habe ich als eher beiläufig empfunden. Dieser wirkte auf mich nicht so schön wie beispielsweise an der Nordsee oder eben etwas weiter östlich an der Ostsee.

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Schöne Geschäfte gibt es hier häufig die zum Shoppen verführen. Auch eine schöne Strandpromenade lud zum täglichen Spazierengehen ein. Hier testete ich täglich mehr meinen Gang mit dem lädierten Knie und war erfreut, dass es besser ging, als ich mir zuvor vorstellen konnte. Eine etwas längere Wanderung führte mich sogar zu einem schönen Steilufer mit toller Aussicht:

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So ging die erste Woche meines Urlaubs recht schnell rum.

Die zweite Woche erwartete mich zunächst mit allerschönstem Sonneschein und blauem Himmel an dem immer wieder wunderschön anzusehenden Strand. Hier ist gleich ein ganz anderes Urlaubsfeeling zu spüren.

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An so einem schönen Strand spaziere ich gerne entlang.

Auch nette Gesellschaft in Form von Margitta machte mir den Aufenthalt angenehm.

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Leider war es uns aufgrund meiner Knieverletzung diesmal nicht vergönnt, gemeinsam zu laufen oder zu radeln. Aber wandern ist auch schön, man ist draußen an der frischen Luft in aller schönster Umgebung bei wunderbaren Wetter: Herz was willst Du mehr?

Ich genoß die hier meist ruhigen Tage und hatte eine angenehme Zeit.

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Nach einer Woche war aber auch diese Zeit wieder vorbei und ich fuhr nach Hause.

Ich bin nun schon wieder eine Woche Zuhause und hatte immer noch Urlaub. Ich traute mich wieder aufs Fahrrad und diesmal fühlte es sich deutlich besser an als noch zuvor.

Dem Knie geht es besser. Ein bißchen Vorsicht ist noch geboten. Aber es geht deutlich aufwärts mit der Heilung.

Nun hoffe ich, dass ich vielleicht in nicht all zu ferner Zukunft auch wieder laufen kann.


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Fallsucht

Nun ist es auch beim Radfahren passiert.

Ich bin hingefallen und mit der Kniescheibe auf den Asphalt geknallt. Autsch.

Bin zwar noch nach Hause geradelt. Aber Zuhause wurde mein Knie dann dicker und dicker. Ich konnte fast gar nicht mehr auftreten. Der Schrubber mit seinem langen Stiel diente mir als Gehhilfe.

Zum Glück war nichts gebrochen, aber geprellt und reichlich Flüssigkeit im Gelenk. Das war am 12. August, also schon vor zwei Wochen. Eine Woche habe ich geruht, das Knie gekühlt, hochgelagert, geschont, gekühlt, gekühlt, gekühlt….

Nach ein paar Tagen brauchte ich den Schrubber nicht mehr als Gehhilfe.

Letzte Woche nahm ich dann wieder meinen Dienst auf. Mit dem Auto musste ich allerdings dort hin fahren. Das Knie war immer noch recht dick und unbeweglich. An Radeln war nicht zu denken.

Im Laufe der Woche wurde es jeden Tag einen Tick besser.

Das Knie ist nun noch immer ein wenig dick und auch noch recht steif.

Ich gehe täglich spazieren und merke, wie Bewegung dem steifen Knie gut tut. Treppensteigen fällt noch schwer. Und heute habe ich es gewagt und habe mich auf mein Fahrrad gesetzt.

Ganz vorsichtig wollte ich es probieren. Die Gangschaltung wurde um 1 – 2 Gänge runtergeschaltet.

Am schwierigsten war das Auf- und am Ende auch das Absteigen vom Fahrrad. Der Kopf traut sich nicht. Und das Radeln fühlte sich im Knie noch komisch an. Es ist eben noch immer verletzt., die Wunden noch nicht ausgeheilt. Doch ich spürte auch, wie das kurze ganz leichte Radeln dem Knie gut getan hat. Es fühlte sich danach etwas lockerer an als vorher.

Auch später muckte das Knie nicht auf, tat nicht weh oder sonst was.

Naja, ich werde es weiterhin sehr ruhig angehen lassen und hoffe, dass meine nicht unerhebliche Knieblessur sich nun rasch wieder erholt.


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Kapuze auf und los

Der Wahnsinn auf den Duisburger Straßen nimmt derzeit kein Ende. Schon morgens um 6.00 Uhr in der Früh staut sich der Verkehr.

Gestern und heute morgen regnete es in Strömen. Ich hab einfach meine normalen Radelsachen angezogen, Regenjacker drüber, was normales trockenes zum Wechseln in die Tasche, Kapuze auf, ab aufs Fahrrad und durch diesen Wahnsinnsverkehr.

Es regnet in einer Tour und ich bin schnell naß. Ich fahre an einer nicht enden wollenden Autokolonne vorbei. Wo kommen die alle her? Wo wollen die alle hin? Ich bin viel schneller unterwegs als die. Bin froh um jede Straße, um jeden Meter, den ich abseits von diesem Wahnsinn fahren kann. Weiß nicht, warum alle mit ihren Autos über Straßen fahren wollen, die dafür nicht gemacht sind, die viel zu voll sind, wo man sehr lange braucht, um dahin zu kommen, wo man hin will.

Im Büro angekommen entledige ich mich schnell meiner triefend nassen Klamotten, ziehe die trockenen Sachen an und verbringe so den Arbeitstag. Der Verkehr da draußen ist immer wieder Thema und auch ich, weil ich eben trotz des Regens mit dem Fahrrad durch bin.

Gestern hat es auch am Nachmittag noch immer geregnet. Also habe ich die mittlerweile wieder trockene Radelhose angezogen, Regenjacke drüber, alles andere in die wetterfeste Tasche gepackt, Kapuze auf, rauf aufs Fahrrad und los.

Und wieder fahre ich vorbei an diesen unglaublich langen Autoschlangen. Ich merke mir einzelne Autos und warte vergeblich darauf, dass sie mich irgendwann auf meinem Nachhauseweg überholen. Ich bin eindeutig schneller unterwegs.

Ja, ich atme viel Automief ein, während ich durch den strömenden Regen radel. Doch die, die mit ihren Autos in diesen endlos langen Staus sind, die viel länger unterwegs sind als ich, atmen ihn auch ein und länger, weil sie viel länger brauchen, bis sie endlich Zuhause sind. Vollbesetzte Busse sind mittendrin mit beschlagenen Fenstern. Auch sie kommen nicht schneller voran genauso wie die vielen dicken Brummis. Stossstange an Stossstange stehensie da. Mancher tut sich schwer, mir das bißchen Platz zu lassen, was ich brauche, um die Straße zu überqueren, um von einem Radweg auf den nächsten zu kommen. Es ist zudem sehr laut hier. Alles ist genervt. Es ist ein Wahnsinn !

Heute mittag regnete es dann mal endlich nicht mehr. Doch Freitag mittags wird der Wahnsinn auf den Straßen nicht weniger. Jeder macht mit. Keiner läßt sein Auto Zuhause oder fährt mit dem Zug oder macht irgendwas anders. Die Meisten sind schlecht gelaunt deswegen.

Nur ich nicht. Ich fahre einfach weiter egal ob es regnet oder nicht meinen Weg. Und schlechte Laune habe ich deshalb nicht. Ich wundere mich nur, warum so viele andere sich das so jeden Tag antun?


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Und noch ne gesperrte Brücke

Es gibt noch mehr gesperrte Brücken in Duisburg. Da wo Rhein und Ruhr zusammenkommen, wo viel Wasser ist, wo der größte Binnenhafen Europas ist, wo viel Großindustrie und Schwerlastverkehr ist, wo viele Brücken sind, die älter und maroder werden, da häufen sich derzeit die Straßensperrungen.

Brücken müssen Lasten tragen, wofür sie nicht gebaut worden sind. Immer mehr Autos und vor allem LKWs sind auf den Straßen. Diese sind häufig zu eng und zu voll, gehen kaputt. Bis endlich Geld da ist, um sie zu reparieren, sowas ist sehr teuer. Und erst die noch viel teureren Brücken.

Auch diese Brücke ist nun für den Autoverkehr gesperrt.

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Jedoch für Radler und Fußgänger und natürlich Läufer frei. Wieder ein Stück Strecke frei von Autoverkehr, vom Lärm und Hektik, von Gestank, von unsauberer Luft.

Hier bin ich heute lang gelaufen. Ich musste nicht auf Autos achten oder irgendwas anderes. Hier war ich alleine für mich.

Wo das noch hinführt.


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Die Sache mit der A 40 Sperrung in Duisburg

Seit Mittwoch Nachmittag ist in Duisburg die Rheinbrücke der A 40 komplett gesperrt.

Die Folge ist ein großes Verkehrschaos mit langen Staus in vielen Teilen des Stadtgebietes. Wer mit dem Auto entsprechende Strecken und Ziele ansteuert, braucht viel Geduld und Zeit.

Anders ist es mit dem Fahrrad. Man ist eindeutig schneller mit dem Rad unterwegs, kann an so manche Autoschlange vorbei fahren.

Oft fahre ich von der Arbeit auch über den Radweg der Autobahnbrücke nach Hause. Dieser Teil der Brücke ist nicht gesperrt.

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Ach, ist das schön, über eine autofreie Autobahn zu radeln.

Keine schnell vorbeibrausenden Autos, kein Lärm, da ist nur die Brücke, ein kräftiger Wind, ein paar Bauarbeiter und sonstige Experten, die sich die marode Brücke ansehen, ein Fernsehteam und die Hinterlassenschaften einer Schafsherde, die wohl auch  über die Brücke geführt wurde.

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Weitere Belastungen, die Autoverkehr zwangsläufig mitbringt wie Feinstaubbelastung beispielsweise, die Sache mit dem Dieselskandal etc. spielen hier und heute keine Rolle.

Und ich freue mich, dass ich unter diesen Bedingungen vermutlich noch einige weitere Tage, vielleicht auch Wochen hierüber fahren kann.


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Das Laufen

Das Laufen hilft gegen so mancherlei.

Kann dir z. B. helfen, Wut und Ärger zu verdauen, wenn du welchen hast.

Kann dir zu guter bis sehr guter Laune verhelfen.

Und kann dir auch über manche Traurigkeit hinweghelfen.

Doch manchmal hilft auch das Laufen nicht, fühlt es sich viel zu anstrengend an und auch zu schnell für all die vielen Gedanken, die dein Kopf sortieren und aufarbeiten will. Manchmal ist noch mehr Ruhe und Langsamkeit viel angenehmer und Laufen irgendwie zu viel und zu anstrengend.

Mancmal tut es auch gut, wenn du z. B. von der Arbeit kommst, einfach nur die Tasche in die Ecke zu schmeißen und nur mit dem Schlüssel der Wohnung in der Hand sofort wieder raus zu gehen.

Manchmal tut es gut, irgendwo im Wald, am See oder einem anderen dir angenehmen Platz stehen zu bleiben, vor sich hin zu starren und nachzudenken, vielleicht die eine oder andere Träne zu vergießen.

Wenn es soweit ist, dann sagt mein Körper mir das schon, dass er so haben will und dann höre ich auch drauf.

Und dann merkst du, wie es langsam besser wird, wie allmählich wieder neues Leben in dir erwacht. Du merkst, wie die Lauflust wieder zurückkommt.

Und irgendwann ist es soweit und du läufst wieder und merkst wie unendlich gut es dir tut und dann läufst du und läufst und kannst gar nicht genug davon bekommen. Dann fühlt es sich so an als müsstest du die vergangenen lauffreien Wochen ganz schnell wieder aufholen. Dann ist es vielleicht ratsam, nicht ausschließlich auf den Körper und dem Verlangen nach Laufen zu hören. Denn es kann auch schnell wieder zuviel werden.

Derzeit bin ich gerade an diesem Punkt. Laufen macht wieder Spaß, tut gut und hilft mir, dass ich in der Nacht wieder besser schlafen kann, dass ich mich wohler fühle. Muss mich ein wenig bremsen, dass ich es nicht übertreibe. Denn meine Beine haben ordentlich Muskelkater.