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Joggen, Fahrradfahren und was sonst so Spaß macht


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Elia

Ich hab ein Pferd, das heißt Elia. Ein süßer kleiner Ponywallach, braun und 14 Jahre alt.

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Er ist mir ein lieber Freund geworden. Ich verbringe gerne meine Zeit mit ihm, bin jeden Tag da. Ich mache jeden Tag was mit ihm. Putzen sowieso und natürlich bewegen. Meistens reite ich ihn. Aber etwas Abwechslung tut  Pferd und Reiter gut. So longiere ich ihn mindestens einmal in der Woche und auch Arbeit am Boden steht einmal wöchentlich auf unserem Programm. Ich weiß es ja selber, dass Nichtstun nicht gut für das Wohlbefinden ist.

Klar, man findet immer Gründe, warum es denn „heute“ mal wieder einen Ruhetag geben könnte: Das Wetter, fehlende Zeit, keine Lust, Unwohlsein….

Der Mai ist in diesem Jahr eher ein Sommer- statt ein Frühlingsmonat. Temperaturen bis zu 30 Grad kamen an vielen Tagen vor und auch Gewitter mit heftigen Regenfällen und Blitz und Donner. Allesamt Gründe, um das Pferd vielleicht „heute“ mal einfach in Ruhe zu lassen?

Kommt bei mir wirklich nur ganz selten vor.  Ich mache auch bei großer Hitze was mit meinem Süßen.

Die letzten beiden Tage habe ich ihn trotz der Hitze geritten. Wir haben es eben etwas ruhiger angehen lassen. Am Sonntag war es toll, da fing es mittendrin an erst leicht zu regnen und später dann auch etwas mehr. Ist wie beim Laufen auch wirklich toll. Der Regen machte weder Pferd noch Reiter was aus, wir haben ihn beide genossen. Wir waren aber die einzigen im Stall, die diesen Genuss hatten. Alle anderen mieden das.

Gestern war es auch so heiß und es waren einige wenige Mitstreiter mit uns auf dem Reitplatz. Aber schnell waren wir beide wieder alleine, weil es den anderen zu heiß war. Wir haben es ruhig angehen lassen und am Ende bekam Elia noch eine schöne Dusche auf dem Waschplatz.

Und heute war es wieder so heiß und Gewitterwolken im Anmarsch. Heute wollte ich nicht reiten sondern ein wenig longieren. Ich putzte ihn, war schon fix und fertig und wollte mit ihm rausgehen, als es heftig anfing zu regnen und Blitz und Donner waren auch dabei. Also wieder zurück mit meinem Freund in seine Box.

Aber dann gab es eine kleine Regen- und Gewitterpause, die ich gleich nutzen wollte. Schnell machte ich meinen Elia wieder bereit und ging mit ihm raus aufs Paddock. Heute stand nur lockeres Longieren auf dem Programm, er sollte einfach nur locker ein bißchen laufen, was er auch super brav mitgemacht hat.

Es hat mir Spaß gemacht zu sehen, wie toll er sich in den 5 Monaten, wo er bei mir ist, entwickelt hat, wie unsere Beziehung gewachsen ist, wie er wirklich toll mit mir arbeitet. Und wie er meine Nähe sucht, wenn ich mit ihm anschließend wieder zum Stall zurückgehe. Er sucht immer die Nähe meiner schützenden und führenden Hand, möcht liebkost werden, was ich auch gerne mache.

Nach getaner Arbeit noch etwas Pflege des Felles und der Hufe und dann kommt er in seine Box zurück und freut sich über seine Möhrchen. Pferd ist super zufrieden, ich auch.

Ich habe ein ausgeglichenes super zufriedenes Pferd im Stall stehen, den ich gerne noch eine Weile beobachte und ansehe. Immer wieder kommt er zu mir, stupst mich an, kriegt seine Streicheleinheit.

Wir sind ein Team geworden. Das ist richtig schön.


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Gute und weniger gute Tage

Es gibt immer wieder in allen Phasen und Sparten unseres Lebens gute und weniger gute Tage.  Dies gilt selbstverständlich auch beim Umgang und Leben mit Pferd.

Ich bin glücklich mit meinem Elia. Er ist ein lieber, braver Kerl. Seine Bindung und Zuneigung zu mir wächst und wächst, was sehr schön ist.

Gestern war er mir ein süßer Knuddelbär, konnte nicht genug bekommen von Liebkosungen und Streicheleinheiten. Das hat mir natürlich auch gefallen und tut mir so , so gut.

Auch beim Reiten machen wir Fortschritte. Es klappt heute deutlich besser als noch zu Beginn unserer gemeinsamen Zeit.

Und doch gibt es manchmal auch kleinere Rückschritte. Heute war so ein Tag.

Den ganzen Tag über was es schön und warm, die Sonne schien und ich freute mich auf meine Zeit mit Elia. Wir hatten heute wieder Reitstunde.

Als ich schon bei ihm war, ihn putzte und zum Reiten bereit machte, zog ein Gewitter auf und was für eins. Erst hörte man nur das Grollen und Donnern vom Himmel. Naja, ich hatte noch die Hoffnung, dass es schnell vorübergehen würde.

Doch dann öffnete der Himmel seine Schleusen und wie. Es regnete wie aus großen Eimern. Es regnete nicht nur ein paar Minuten so sondern viel länger.

Irgendwann wurde der Regen dann doch weniger und hörte sogar ein wenig auf. Der Hof war mittlerweile ziemlich nass und voller sehr großer Pfützen.

Also schnell das Pferd gesattelt, Trense drauf und raus. Auf dem Platz war ein Reiten aber aufgrund der gefallenen Regenmengen nicht möglich. Der stand unter Wasser. Also mussten wir in die Halle. Eigentlich gut, dass man die hat, kann man auch bei so einem Wetter was tun. Nur mein Pferd mag sie nicht. Er hört Geräusche wie den Regen oder Wind, spürt und sieht das alles aber nicht. Das macht ihn unsicher.

In der Halle war er aber heute ziemlich cool und gelassen. Einzig seine Reiterin war alles andere als locker und cool. Es fing wieder an zu regnen, heftig an zu regnen. Elia blieb immer noch cool und gelassen trotz der unangenehmen Geräusche. Man hörte wieder Donner vom Himmel. Ich fühle mich bei so einem Wetter nicht wohl, würde mich am liebsten irgendwo verkriechen.

So war unser gemeinsamer Ritt heute recht verkrampft und nicht so toll. Das lag aber wirklich nicht am Pferd sondern an mir.

Naja, so ist das Leben. War eben heute nicht mein Tag. Aber ich weiß, es werden wieder andere Tage kommen, bessere, so hoffe ich.