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Joggen, Fahrradfahren und was sonst so Spaß macht


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Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Nun bin ich Pferdebesitzerin. Zum Laufen bleibt derzeit keine Zeit.

Mit Pferd ist man gefordert.

Wie beim Laufen auch ist man sehr viel draußen, selbst bei widrigen Wetterverhältnissen muss man raus und sich um seinen vierbeinigen Freund kümmern.

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Das Pferd kommt jeden Tag raus, lediglich am vergangenen Donnerstag, wo Friderike nicht nur in NRW tobte, blieb er den ganzen Tag im Stall. Es flog ja auch einiges durch die Gegend, Bäume knickten um, Dachziegel fielen runter, in der Duisburger Innenstadt flogen ganze Europaletten durch die Gegend. …. Das war schon nicht ohne am Donnerstag.

Ja, wir haben auch eine Reithalle, ein Dach über den Kopf. Aber nichts beheiztes, ist halt lediglich ein Dach über dem Kopf, man ist vor Regen geschützt, wird nicht von oben nass und muss nicht durch Schlamm reiten.

Beim Laufen ist man meist alleine unterwegs, ab und zu trifft man wen, grüßt, läuft gelegentlich ein paar Schritte gemeinsam des Weges, aber die meiste Zeit habe ich meine Runde alleine gelaufen.

Nun habe ich einen Partner mit dem ich meinen Sport betreibe. Und im Stall sind auch noch andere Menschen die sich um ihre vierbeinigen Freunde kümmern.

Zunächst wird geputzt, ein Aufwärmtraining für Pferd und Reiter, gesattelt und dann gehts los. Erst langsam , die Beine müssen ein wenig vertreten werden, gelockert …

Und dann geht es richtig los. Aber eben nicht einfach drauf los. Ich habe ja einen vierbeinigen Partner, man versucht eine Einheit zu werden, gemeinsam Spaß zu haben. Das Pferd will gelockert und gebogen werden. Meistens schwitze ich, wenn ich reite, mein Pferd hat bisher noch nicht geschwitzt. Naja, vielleicht wenn es wärmer wird?

Nach getaner „Arbeit“ wird Pferd wieder zum Stall gebracht, nochmal gebürstet, geputzt, geknuddelt, geherzt,  eingedeckt, in die Box gebracht und mit Möhrchen versorgt.

Wir genießen beide die Zeit. Mein Pferd genießt es, von mir versorgt zu werden, mag es, wenn ich ihn striegel und bürste. Ich mag seinen Geruch, sein flauschig weiches Fell, seinen süßen Charme. Er will gerne geherzt werden.

Es tut Herz und Seele gut, wenn wir zusammen sind, sowohl mir als auch meinem Pferd.

Beim Laufen kann man auch mal ein paar Tage die Beine hoch legen, wenn man nicht mag oder kann. Beim Pferd geht das nicht. Sicher ein Tag zwischendrin kann man auch mal Zuhause bleiben. Es wird ja gut versorgt mit Futter und Stroh und kommt jeden Tag raus. Ansonsten muss ich schon selber nach seinem Wohlergehen schauen. Dazu gehört eben das tägliche Putzen, Striegeln und Bürsten und das Bewegen.

Es ist schön, in den Stall zu kommen und herzlich vom Pony begrüßt zu werden. Es tut meiner Seele so unendlich gut.