joggerin

Joggen, Fahrradfahren und was sonst so Spaß macht


6 Kommentare

2017

Das Jahr 2017 ist nun in seinen aller letzten Zügen. Für mich Anlass, endlich mal wieder hier zu berichten.

Es war kein einfaches Jahr für mich. Zu Beginn war da die Sorge um meine Mutter, die im Pflegeheim war, hochgradig dement, schließlich ins Krankenhaus kam und dort an einer schweren Lungenentzündung verstarb. Die Zeit davor und alles was man so erlebt hat, hatte schon mehr Spuren bei mir hinterlassen, als ich es mir je hätte vorstellen können. Man denkt über vieles nach, über das Leben, über das Sterben, über das Wie…

Aber das Leben geht ja weiter und ich habe noch so viele Jahre hoffentlich vor mir. Also wollte ich nach vorne schauen.

Läuferisch wirkte es sich schon arg aus. Bin in 2017 nur wenig gelaufen, habe gerade mal 392 km zusammengebracht. Dafür habe ich das Radeln für mich entdeckt. Ich war sehr häufig mit dem Rad zur Arbeit unterwegs, sogar bei Wind und Wetter, habe viele Staus mit dem Rad umfahren. Nur in den letzten Tagen ist auch das weniger geworden, da das Wetter wirklich grausig ist.

Im August hatte ich einen Sturz mit dem Rad und bin voll auf meine linke Kniescheibe gefallen. Es war nichts gebrochen, kein Meniskusschaden, Bänderverletzung oder ähnliches, ein Knietrauma war die ärztliche Diagnose. Und doch ist auch dies nicht spurlos an mir vorbei gegangen. Bin bis heute nicht wieder ans Laufen gekommen.

Im September hatte ich dafür einen schönen Urlaub an der Ostsee und durfte einige schöne Stunden mit Margitta verbringen. Diese Tage haben mir sehr gut getan. Habe ein wenig Kraft tanken können und mich anschließend zu neuen Taten aufraffen können.

Ich war schon einige Wochen zuvor immer wieder in einen mir wohl bekannten Reitstall zum Gucken gewesen. Und in meinem Herzen regte sich was, es pochte und freute sich, wenn ich da war und es tat mir sehr, sehr gut.

Unmittelbar nach meinem Urlaub legte ich mir eine nötige Grundausstattung zusammen und fing wieder mit dem Reiten an (Hatte ich vor ca. 30 Jahren schon mal sehr intensiv gemacht). Der Anfang war alles andere als leicht. Doch mit jedem weiteren Versuch danach klappte es besser. Und meiner lädierten Seele tat das Ganze sehr, sehr gut.

So folgte ich weiter meinem guten Gefühl und meinem Herzen. Und was soll ich lange drum rum reden. Seit dem 19.12.2017 ist dieser kleiner süßer Kerl mein Eigen:

Breaburn_Kopf

Ein 13-jähriger Pony-Wallach mit dem Namen Elia. Er ist ein süßer kleiner Kerl.

Aber auch hier gilt: Aller Anfang ist schwer. Bis man alles zusammen hat, was man braucht zum gemeinsamen Vergnügen, puh. Und dann sind Reiter und Pferdchen doch sehr, sehr angespannt und aufgeregt. Gestern hatten wir nun unseren ersten gemeinsamen Ritt im heimatlichen Stall. Und es lief bzw. ritt sich gut fürs Erste.

Ein nun versöhnlicher Abschluss  für 2017, das nun wirklich nicht einfach für mich war.

Wie geht es nun weiter in 2018?

Läuferisch sicher nicht so doll. Ich weiß noch nicht, wann ich wieder laufen werde. Es muss schon richtig in den Füßen jucken. Irgendwann wird es das, da bin ich mir sicher.

Wenn das Wetter ein wenig freundlicher wird, werde ich mit dem Rad zur Arbeit fahren.

Und mein süßes kleines Pony will jeden Tag von mir betreut und gehegt und gepflegt werden. Ich hoffe, es entwickelt sich zu einer Säule in meinem Leben, das mir auch in nicht so einfachen Zeiten Halt gibt, den ich in 2017 nicht so hatte. Ich bin da zuversichtlich.

So ist das Leben, bunt und es lebt, nichts bleibt wie es war. Ist nicht Alles schön und doch sehr, sehr vieles.

Ich wünsche Euch allen für 2018 alles Gute, Glück, Gesundheit und eine sorgenfreie schöne Zeit! Passt gut auf Euch auf und lasst Euch nicht unterkriegen.

Bis hoffentlich bald !

Kornelia