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Joggen, Fahrradfahren und was sonst so Spaß macht


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Laufen

Laufen ist die natülichste Fortbewegungsart des Menschen überhaupt. Es gehört zu den grundlegenden Dingen, die wir schon als Kleinkind lernen.

Und wenn wir es dann gerade so können, rennen wir vor Freude ungestüm, fallen, stehen wieder auf, holen uns Schrammen und Beulen und hören deshalb nie auf zu laufen.

Später lässt die Lauffreude meist nach, gibt ja noch so vieles anderes zu entdecken und mit dem Fahrrad oder Auto kommt man schneller und bequemer von A nach B und überhaupt, warum sich unnötig anstrengen.

Dann sitzen wir viel in der Schule, im Büro, im Auto, vor dem PC, dem Fernseher. Und irgendwann merken wir es an gesundheitlichen Problemen, vielleicht an der eigenen Unzufriedenheit mit sich und dem eigenen Körper, fühlen uns womöglich nicht recht wohl darin.

Vielleicht sehen wir andere beim Spazierengehen an uns vorbeilaufen und bewundern sie insgeheim?

Wie auch immer, irgendwann steht man an dem Punkt, wo man bestückt mit irgendwelchen Sportschuhen und anderen vermeindlichen Sportsachen irgendwo in der Wildnis steht alleine oder mit anderen zusammen und läuft die ersten Schritte…

Und hat man nur ein bißchen Blut geleckt, nimmt das Schicksal unweigerlich seinen Lauf.

Mancher läuft sich um Kopf und Kragen, kann nicht genug kriegen von all dem, läuft immer weiter, schneller und weiter und schneller… Bis dass wieder der eigene Körper sich meldet in Form von Verletzungen, Krankheit, etc….

Und dann ist es schnell vorbei mit der ganzen Herrlichkeit des Laufens, man steht nicht mehr auf, eben wegen der schmerzhaften Beulen und Schrammen die man sich geholt hat und hängt die Laufsachen an den Nagel.

Ich frage mich, muss das so sein?

Laufen kann viele Gesichter haben zweifellos. Und manchmal zieht es auch mich hin zum Höher, Schneller, Weiter, geht manchmal sehr schnell ohne dass ich es merke.

Aber dann merke ich doch, dass es mir nicht wirklich gut tut. In der Hektik des Alltags brauche ich was ganz Anderes, brauche das Ruhige, Stille, die Idylle, das Inmichkehren und Entspannen.

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Muss manchmal aufpassen, mir nicht unnötig Druck zu machen. Will ja eigentlich nur Laufen um der Freude wegen.

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Und das tut mir unendlich gut.

Und Dir?


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Die Zeit

Wenn der Alltag dich manchmal auffressen will, dir deine Zeit nimmt, die du für viel schönere Dinge nutzen wolltest.

Wenn du dann doch endlich die Zeit findest, um rauszugehen und zu laufen.

Dann hast du endlich Zeit, Deine Gedanken zu ordnen, um über manches gründlicher nachzudenken als sonst. Da ist es egal, ob du langsam läufst oder schnell, ob du weiter läufst oder nicht ganz so weit.

Dann bist du froh über die Zeit, die du gerade für dich hast und wirst belohnt.

Es zeigt sich die Sonne und will dir vielleicht sagen, dass da irgendwo doch Licht ist am Ende des Horizonts?

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Dass jeden Tag die Sonne auf- und wieder untergeht.

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Dass du ein Teil davon bist mit allem, was dazu gehört im Guten wie im weniger Guten.

Dass nicht alles Schwarz und Weiß ist, sondern viel mehr.

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Du fragst dich vielleicht, was ist eigentlich wichtig im Leben, worauf kommt es an?

Und dann genießt du den Augenblick, der dir gerade eben jetzt geboten wird, spürst, wie gut das tut und läufst weiter deines Weges, bis du endlich Zuhause wieder ankommst.

War nur ein kurzer Moment in diesem ganzen Wahnsinn. Aber einer, der dir sooo gut getan hat.