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Joggen, Fahrradfahren und was sonst so Spaß macht


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Alles hat ein Ende

Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende entgegen. Nur noch ein paar Stunden, dann ist es vorbei.

Für mich war es kein einfaches Jahr. Im familiären sowie beruflichen Bereich gab es so manche Tiefschläge, die mich teilweise aus meiner gewohnten Bahn zu schleudern drohten.

Aber es gab auch zahlreiche richtig schöne Momente, die teilweise sogar parallel zu den weniger schönen Dingen liefen. Hab dieses Jahr drei mal Udo Lindenberg treffen können, was jedes Mal ein ganz besonderes Erlebnis für mich war. Nicht zu vergessen der Besuch von seinen tollen Konzerten in riesigen Fußballstadien.

Selber habe ich mich in ein Tonstudio gewagt und meine eigenen Werke dort aufgenommen. Herausgekommen ist eine eigene CD, auf die ich ein wenig stolz bin.

Und läuferisch, da gab es doch reichlich Aufs und Abs. So wie es mich in diesem Jahr einige Male heftig durchgeschüttelt hatte, hat es sich auch aufs Laufen ausgewirkt. Hatte diesbezüglich ein wenig den Faden verloren, keine Lust gehabt aufs Laufen, den Kopf voll mit ganz anderen Dingen.

Doch am Ende bin ich wieder in die Bahn gekommen und nicht zuletzt das Laufen hat mir dabei nicht unwesentlich geholfen.

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Wer mir aber in all der Zeit immer wieder  unterstützend zur Seite gestanden hat, war Margitta. Gerade in Zeiten, in denen es mal nicht so läuft, lernt man die Menschen kennen, auf die man sich tatsächlich verlassen kann.

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Liebe Margitta, ich möchte Dir an dieser Stelle sehr herzlich danken fürs immer Dasein, wenn es nötig war, fürs immer Zuhören auch wenn die Tränen rollten, fürs immer wieder Mut machen, fürs immer an mich glauben, wo es mir selber manchmal schwer fällt, an mich zu glauben. Dich an der Seite zu wissen, ist schon echt super ! Vielen Dank !!!

Nun stehen wir kurz vor einem neuen Jahr. Eigentlich ändert sich ja nicht viel. Morgen ist ein neuer Tag, naja ein neues Jahr. Ob sich soviel ändert? Immerhin wartet am Montag schon mal ein neuer Job auf mich. Ich hoffe mal, dass es damit besser läuft als mit dem letzten.

Es warten sicher wieder gute und weniger gute Tage und Zeiten auf uns. Die Guten wissen wir hoffentlich alle zu schätzen und genießen und für die weniger Guten, vielleicht auch Schwierigeren haben wir hoffentlich alle genügend Kraft, um sie zu überstehen, zu überleben, gegen sie anzukämpfen.

Beim Blick am Ende eines Jahres merkt man nämlich, dass es sich auf jeden Fall lohnt.

Ich wünsche Euch Allen einen guten Übergang in 2017 und für die Zeit danach sowieso alles Liebe und Gute, Glück und vor allem Gesundheit.

Macht’s gut, bis nächstes Jahr.

 


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Was für eine Zeit

Was ist das für eine Zeit so voller Gewalt, Terror, Mord und Totschlag, soviel Leid und Elend.

Und mittendrin ist Weihnachten und da erlebt man doch, wie wichtig das Menschliche ist, das Dasein für einander und für den Nächsten, für Menschen, die ohne uns so hilflos wären.

Da trifft man auf Andere, die einen so tollen Job  machen jeden Tag und in diesen Tagen ganz besonders. Sie geben alles, damit wir eine schöne Zeit zusammen haben können, kommen zum Dienst, obwohl sie doch eigentlich frei hätten am 24.12.

Das ganze Team ist da, schafft Tische und Stühle herbei, keiner soll stehen und es kommen doch recht viele. Der Raum ist voll so voll wie sonst an keinem anderen Tag und dann stimmen sie an „Kling Glöckchen klingelingeling..“ und  „Alle Jahre wieder“. Alle singen mit, die Alten, die sonst keinen Ton mehr sprechen sieht und hört man laut singen, die Angehörigen, die so dankbar sind,  bei ihren Lieben sein zu können und so manche Augen glänzen nicht nur vor Freude. Es ist eine Stimmung, die einem die Tränen vor Rührung in die Augen treibt.

Eine kleine Bescherung, keiner der Heimbewohner geht leer aus.  Seh meine Mutter, wie sie sich freut, wie sie laut mitsingt, obwohl sie doch so müde ist.

Es waren alle da, alle die dort immer ihren Dienst machen, auch die, die an dem Tag vielleicht frei hätten, haben mitgeholfen, angepackt und man spürte, es kam von Herzen.

Laufe heute mit diesen Gedanken meines Weges, bin gerührt vor Seligkeit und Traurigkeit zugleich. Weiß gerade selber nicht, ob ich glücklich oder traurig bin, vermutlich von beiden ein bißchen und manche Träne rollt mir übers Gesicht.

Ziehe meinen Hut und verneige mich ganz, ganz tief vor solchen Menschen, die jeden Tag einen so tollen Job machen, die da sind für die, die ihre Hilfe so dringend brauchen, die tun und machen jeden Tag. Auch wenn nicht immer alles hundertprozentig ist und es manchmal vielleicht hier und da ein wenig hakt.

Bin dankbar , dass es sowas gibt.

Vielleicht sollten wir mehr über solche Dinge reden als über diesen fürchterlichen Terror? Wir Menschen haben nämlich auch noch eine ganz andere Seite, eine gefühlvolle, empfindsame, mitfühlende, sensible. Es ist schön, für einander da zu sein. Das Leben lehrt uns immer wieder Bescheidenheit. Und das ist gut so.


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Es wird nicht immer so sein

Wie wichtig sind Dir Strukturen im Leben?

Regelmäßige Tagesabläufe, das morgendliche Aufstehen, das Frühstücken, Mittagessen, Abendessen, die Zeit für die Arbeit, für die Familie und für das Schöne im Leben? Wie wichtig ist Dir das regelmäßige Laufen? Wie geht es Dir, wenn andere Dinge Dir die Zeit für Dein geliebtes regelmäßige Laufen nehmen? Oder wenn Dein Kopf so voll ist, Du Dich so müde und ausgelaugt fühlst, dass Du einfach nicht laufen magst?

Wenn Du drin bist in Deinem Laufrhythmus, Du immer wieder die Zeit dafür findest, wie Du es gerne hättest, kommt Dir das so selbstverständlich vor.

Aber wenn es dann mal für Wochen und Monate anders war, wenn Dir selbst das Laufen einfach zuviel ist, warum auch immer und wenn Du dann allmählich wieder zurück kommst zu dem, was Dir in normalen Zeiten so selbstverständlich scheint.

Wenn Du Dir dann einfach wieder die Zeit nimmst, um regelmäßig zu laufen. Anfangs ist es eher schwerfällig, ja. Doch je länger Du dran bleibst, merkst Du, wie es allmählich nicht mehr ganz so schwer läuft, wie es tatsächlich leichter läuft, wie Du wieder Freude findest an der Lauferei. Auf einmal ist die Lust am Laufen wieder da, schon am Morgen freust Du Dich auf den Feierabend und auf den Lauf, der dazu gehört. Und am Wochenende kannst Du es am Abend zuvor gar nicht abwarten, dass endlich der nächste Morgen kommt, an dem Du wieder laufen wirst.

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Auf einmal macht es wieder Spaß und Du spürst, wie wichtig das Laufen für Dich ist, wie wichtig es ist, dass Du Dir immer wieder die Zeit dafür nimmst, weil es Dir soooo gut tut.

Und doch weißt Du genau, dass es nicht immer so sein wird.

 


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Nur mal so zwischendurch

Das regelmäßige Laufen klappt derzeit recht gut. Hab jeden Tag, an dem ich vor hatte zu laufen, es auch tatsächlich hinbekommen.

Heute hatten wir sonnige 11 Grad. Bin mit nackischen Waden gelaufen. Mit nackischen Armen hab ich mich nicht getraut.

Gestern lief es noch ein wenig schwer und behäbig. Aber heute sah es schon anders aus. Ich hatte mein Schnell-Laufschuhe an. Warum ich mit manchen Schuhen schneller laufe als mit anderen, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass es so ist. Und heute waren eben die Schnell-Laufschuhe dran.

Schnell heißt aber nicht rasend schnell, sondern eben einen Tick schneller als sonst.

Es war heute so angenehm am See, so entspannend und wohltuend. Und meine Beine liefen heute richtig gut.

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Am Ende stellte ich fest, dass der heutige Lauf der schnellste des Jahres für mich war. Ich hatte es nicht darauf angelegt. Es ist einfach so passiert und es geht mir gut dabei.

War schön heute, einfach nur mal so.


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Allmählich kommt meine Laufform wieder und die Lust und der Ehrgeiz.

Die Form ist eindeutig ansteigend, wenn auch noch ein Stück weit von der Bestform entfernt. Aber nach all den Wochen und Monaten ist eine Bestform beim Laufen nun wirklich nicht wichtig.

Es tut gut, wieder regelmäßig laufen zu können.

War gestern und heute jeweils ca.12,5 km unterwegs. Ich freue mich, dass es wieder aufwärts geht, dass mein Ehrgeiz sich langsam wieder zurück meldet, dass ich nicht mehr ganz so langsam bin, dass ich gestern und heute mal wieder in den Feldern gelaufen bin, wenn auch nur eine kleine Runde.

Es geht nicht immer nur geradeaus im Leben, manchmal geht es auch nach unten. Und dann bist Du froh, wenn es wenigstens an ein paar Tagen für kurze Zeit mal wieder geradeaus geht.

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Laufen tut gut.


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Zwischen all den Terminen

Zwischen frühem Aufstehen und Schlafengehen, zwischen Arbeiten und Abwasch, zwischen Terminen bei der Bank, bei der Mutter, beim Vater, beim Arzt, der Versicherung, beim Frisör, dem Warten auf Handwerker… freue ich mich wie ein kleines Kind, wenn ich endlich mal wieder laufen kann.

Es gibt Zeiten, da ist es so selbstverständlich, dass man regelmäßig in seine Laufsachen schlüpft und seine Runde dreht. So selbstverständlich, dass man sich nichts anderes vorstellen kann und/oder mag.

Doch es gibt auch andere Zeiten, wo man sich die Lücke suchen muss, wo man endlich mal wieder Laufen kann, wo man die Stille und Ruhe der Natur sowas von tief in sich aufsaugen kann, wo man sich an der ganzen Schönheit, die die Natur in ihrer nicht enden wollenden Vielfalt immer wieder präsentiert, erfreuen kann.

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Heute früh, wo es eisig kalt war, wo ich mich dick angezogen hab und so gut gegen die Kälte gewappnet, wo alles um mich herum mit einer dicken Schicht von Rauhreif überzogen war, da bin ich gelaufen und es war sooo schön.

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Der Himmel zeigte heute so viele bunte Farben. Bei so einem Anblick geht doch das Herz auf und es macht Spaß, hier seines Weges laufen zu können.

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Zwischen all den Terminen lohnt es sich, trotzdem  früh aufzustehen. Ich hätte was verpasst, hätte ich es nicht getan.