joggerin

Joggen, Fahrradfahren und was sonst so Spaß macht


8 Kommentare

Wetten dass?

Seit Samstag läuft es wieder bei mir. Das ist gut.

Ich laufe wieder sehr langsam und mit vielen Gehpausen zwischendrin. Und trotzdem macht es mir viel Spaß und tut mir unglaublich gut. Jeder Lauf ist Balsam für die Seele, für den Hals und die Bronchien, ist einfach absolut mein Ding.

Ist schön, draußen zu sein, sich zu bewegen, wenn auch noch moderat. Macht nichts, dass ich derzeit laufmäßig völlig außer Form bin. Mag es gerne, das schöne saftige Grün zu sehen, die vielen, vielen Blüten überall an Bäumen und Sträuchern, mag die Sonne, den blauen Himmel, die grünen Wiesen und das Grün der Bäume, mag den See und seine schönen gefiederten Gäste dadrauf. Ich mag die Kaninchen, die rechts und links des Weges hoppeln, mag die Vögel, die so schön zwitschern.

Ich laufe nicht jeden Tag, nicht schnell und auch nicht weit. Aber ich laufe.

Und in meinem Kopf schwirren schon wieder große Pläne, die ich derzeit noch völlig außer Form aber mit viel Zuversicht angehen möchte. Es wird sicher noch eine Zeit lang dauern, bis ich wieder die alte Form wieder habe. Aber sie wird kommen. Da bin ich mir ganz sicher. Wetten dass….?


10 Kommentare

Ich freu mich drauf

HalliHallo, es gibt mich noch.

Es geht mir schon wieder ganz gut. Bin nicht mehr müde, nicht mehr schlapp, sondern voller Tatendrang. Würde gerne wieder laufen. Doch ein fieser zäher Schleim liegt noch auf meinen Bronchien, so dass ich es noch nicht gewagt habe.

Mit dem Radel war ich einmal unterwegs, was gut getan hat. Und außerdem gehe ich jeden Tag bei schönstem Sonnenschein spazieren.

Begebe mich gerne zu meinem See. Ist einfach soo schön dort derzeit.

IMAG0035

Alles grünt so schön, der Himmel ist blau und das Wasser auch. Es fühlt sich alles gut an da draußen und ich bin gerne dort. Sehe häufig andere Läufer, wie sie gemächlichen Schrittes ihres Weges traben. Es juckt dann immer gewaltig in meinen Füßen. Naja, ich werde es in Kürze wieder angehen, mit dem Laufen. Ganz vorsichtig und behutsam will ich es am Wochenende versuchen. Ich freu mich drauf.


10 Kommentare

Sorry

Draußen sind heute sonnige 25 Grad. Alles freut sich drüber, ist draußen, will was abhaben, vom ersten schönen warmen Sommerkuchen des Jahres.

Und ich sitze wieder mal Zuhause auf meiner Couch mit einer Wolldecke. Es hatte mich schon im März drei Wochen erwischt mit Husten, Schnupfen, Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit. Ich wähnte  mich schon zweimal auf der gesunden Seite, wollte wieder loslegen mit der Lauferei und dem Radeln. Hab mich zwischenzeitlich drei Wochen redlich bemüht, ging es vorsichtig an, ließ mir bewußt viel Zeit, um wieder zur alter Stärke zu finden.

Und doch hat es mich nun erneut erwischt. Fing am Freitag wieder an mit Halsschmerzen, Heiserkeit es folgte ein kräftiger Husten, Schnupfen und nun eine müde schlappe Abgeschlagenheit.

Bin ratlos, weil ich das so nicht kenne. Klar, irgendwann hat jeder mal eine Erkältung und klar, es gibt viel Schlimmeres. Nach einer Woche ist es dann meistens wieder gut und das kleine Malheur schnell vergessen.

Doch bei mir ist es schon die vierte Woche, wo ich krank bin und müde und schlapp. Es nagt allmählich an meinem Gemüt und  an meinen Kräften. Hab keine Erklärung dafür und verstehe es nicht. Würde mich gerne wieder richtig wohl fühlen und laufen und radeln einfach so. Aber daran ist nun gerade wieder einmal echt nicht zu denken.

War immer viel draußen, bin bei Wind und Wetter gelaufen, habe meistens danach meinen großen Obstteller genossen und all das hat mich nicht vor dieser komischen Seuche geschützt. Schon komisch, oder?

Sorry, ist ein Jammer-Artikel geworden.


12 Kommentare

Zwei Welten

Wie ich in einen meiner vorigen Artikel schrieb, kommt es mir manchmal vor, als würde es nicht nur eine Welt sondern mindestens zwei geben. Besonders wenn ich auf der Arbeit bin, kommt es mir so vor. Der Ausblick aus meinem Bürofenster sieht so aus:

IMAG0025

Ganz rechts das kleinere braune Gebäude gehört zum Hauptbahnhof, daneben die große Bahnhofsplatte, die die Stadtautobahn abdeckt und dadrauf 21 Magnolienbäume, die für die 21 Todesopfer bei der Love-Parade 2010 stehen. In der Mitte der Straßen stehen viele große alte Platanen.

Bis gestern sah es noch so dort aus. Denn man hat mittlerweile die 80 Jahre alten Platanen gefällt, die für neuere Planungen an dieser Stelle im Wege stehen.

Umweltschützer, Firmen und Menschen, die für das Bäumefällen beauftragt waren und viele Polizisten trafen sich heute dort.

Die Straße, die direkt am Hauptbahnhof entlang führt war komplett abgesperrt.

Umweltschützer versuchten die Aktion zu stören, wo sie nur konnten, Polizei griff ein und die Bäume wurden nach und nach unter Polizeischutz gefällt.

IMAG0030

Die demonstrierenden Umweltschützer zogen nach und nach traurig ab. Und am Ende meines Arbeitstages sieht es dort so aus:

IMAG0031

Lediglich zwei Bäume blieben stehen, weil dort ein Vogelnest gesichtet wurde.

Mir fällt dazu die Weisheit der Cree-Indianer ein:

„Erst wenn der letzte Baum gerodet,

der letzte Fluß vergiftet,

der letzte Fisch gefangen ist,

werdet ihr feststellen,

dass man Geld nicht essen kann.“

Und dann fahre ich nach Hause, begebe ich zu meinem See und tauche ab in eine ganz andere Welt, die so komplett anders aussieht, dass ich manchmal selber nicht glauben kann, dass das Alles in der gleichen Stadt ist.

IMAG0029

IMAG0028_BURST003

IMAG0026

Und ich denke weiter nach über die Weisheit der Indianer:

„Vieles ist töricht an eurer Zivilisation. Wie Verrückte lauft ihr weißen Menschen dem Geld nach, bis ihr so viel habt, daß ihr gar nicht lang genug leben könnte, um es auszugeben. Ihr plündert die Wäldern, den Boden, ihr verschwendet die natürlichen Brennstoffe, als käme nach euch keine Generation mehr, die all dies ebenfalls braucht. Die ganze zeit redet ihr von einer besseren Welt, während ihr immer größere Bomben baut, um jene Welt, die ihr jetzt habt, zu zerstören.“


10 Kommentare

20 Grad

20 Grad sind hier heute.

Natürlich nicht den ganzen Tag. Am Morgen war es noch recht frisch und kalt und entsprechend warm hab ich mich angezogen. Im Laufe des Tages wurde es aber wärmer und wärmer und irgendwann war ich tatsächlich das erste Mal in diesem Jahr zu warm angezogen, habe mich eines Kleidungsstücks entledigt.

In der Mittagspause habe ich das erste Mal in diesem Jahr Erdbeeren gekauft. Boah, waren die teuer. Aber sie waren so schön rot und gut aussehend und es war warm und schön und die Sonne schien, so dass ich zugriff.

Auf der Rückfahrt nach Hause hab ich das erste Mal in diesem Jahr keine Heizung im Auto angehabt, war mehr als warm drin.

Zuhause habe ich mich dann rasch für meinen Lauf bereit gemacht.

Hab das erste Mal die kurze Hose angezogen und das kurzärmelige Shirt, hab das erste Mal meine helle, bleich-blasse Haut gezeigt am Bein und an den Armen. Huch, wie komisch das aussieht, wenn die Farbe vorm Vorjahr komplett weg ist und alles wirklich weiß ist ohne Ränder an Hose und Ärmel. Und wie schnell ich fertig war, brauchte keine Jacke, kein Käppi und war viel schneller fertig als das ganze Jahr über zuvor.

Und dann ging ich raus mit meiner kurzen Bekleidung an die frische und warme Luft und es tat gut, die Sonne wieder ungefiltert auf der Haut zu spüren, nicht zu Beginn zu frieren, sondern warm zu sein.

Ich hab mich gefreut, wieder die kleinen Gänseküken zu sehen und sie ließen sich heute sogar fotografieren:

DSC00275

Zum ersten Mal in diesem Jahr, hab ich wieder richtig ordentlich geschwitzt. Und zum ersten Mal in diesem Jahr lernte ich den Schatten der vielen Bäume wieder schätzen. Zum ersten Mal in diesem Jahr, hatte ich das Verlangen, etwas Wasser trinken zu wollen.

DSC00277

Ich erfreute mich an blühenden Bäumen und Wiesen, sah heute zum ersten Mal wieder kleine Gänseblümchen.

DSC00278

Und als ich wieder nach Hause kam, habe ich mich sogleich gierig und durstig auf was Trinkbares gestürzt. Dieses Gefühl hatte ich fast schon wieder vergessen. Hab zum ersten Mal wieder viele kleine Sommersprossen an Armen und Beinen gesehen.

Und dann habe ich das erste Mal in diesem Jahr Erdbeeren gegessen, holländische Erdbeeren.

DSC00279

Boah, waren die lecker.


12 Kommentare

Radeltraining

Nicht mehr ganz so lange hin und meine große Radeltour startet.

Die Vorbereitung dafür lief bisher ziemlich bescheiden ab. Im Herbst wurde ich früh in meinem Trainingseifer gebremst durch eine Handverletzung. Dann kam der Winter und wenn man nicht gerade im Radeltraining drin ist, fällt es schwer, in der Kälte damit wieder neu zu beginnen. Im Februar bin ich dann schon ein paar mal geradelt und war froh, festzustellen, dass es gut ging. Dann kam der März, wo ich kränkelte und mehr Kräfte ließ, als mir lieb war. Letztes Wochenende sah es da noch recht mau aus mit meinem Radeln. Ich war kräftemäßig noch nicht wieder da, wo ich vorher war.

Gestern dann folgte die nächste vorsichtige kleine Radeltour. Hab meine Lieblingsstrecke gewählt Richtung Düsseldorf. Bin bis Kaiserswerth geradelt. Es war  sonnig, aber auch recht kalt und windig irgendwie auch. Ich radelte immer bewußt gemütlich, möchte ausschließlich meine Ausdauer trainieren. Nach 35 km war ich dann wieder Zuhause und stellte zufrieden fest, dass mir diese Radeltour nichts ausgemacht hat. Ich war nicht müde, hätte durchaus noch weiterradeln können.

Heute früh habe ich mich dann gleich wieder auf eine Radeltour begeben. Heute schien keine Sonne. Der Himmel ist grau in grau bedeckt und kalt ist es auch wieder. Aber warm angezogen macht das nichts. Man wird wie beim Laufen auch recht schnell warm beim Radeln. Doch dann kam auch noch der Regen hinzu, erst nur ein paar Tropfen, doch dann immer mehr und der Nieselregen hörte die ganze Zeit nicht mehr auf. Aber ich bin ja mittlerweile ganz gut ausgestattet, habe mir eine Regenhose und sogar Schuhüberzieher, die vor Nässe schützen, zugelegt. Endlich konnte ich diese Teile auch mal ausprobieren. Unter einer Brücke zog ich all die Sachen an und dann ging es wieder rauf aufs Rad. Es fühlte sich sogleich besser an. So machte mir der Regen weiter nichts und ich fuhr meines Weges.

Auf dem Rückweg wurden allerdings meine Handschuhe wieder so nass, dass meine Finger kalt und kälter wurden. Das ist schon sehr unangenehm.

Aber es war nun nicht mehr weit bis nach Hause und ich radelte im mäßigen Tempo den restlichen Weg. Diesmal sind 40,5 km zusammengekommen und ich fühle mich wie gestern nicht müde oder ausgepowert.

Der Optimismus und die Zuversicht, für die große Tour fit zu werden, wächst. Ich freue mich drauf.