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Joggen, Fahrradfahren und was sonst so Spaß macht


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Stürmischer Tag

So ein stürmischer Tag heute überall in Deutschland und so auch bei uns in Duisburg.

Da wehte schon ein sehr, sehr stürmischer Wind, ein gewaltiger Sturm / Orkan. Den ganzen Tag hört man den Wind heulen. Man sah und hörte häufig die Feuerwehr zu Einsätzen fahren. Der Hauptbahnhof wurde zwischenzeitlich abgesperrt und man sah Feuerwehrleute auf dem Dach im Einsatz. Die Bahn stellte den Bahnverkehr sogar ein und zu allem Überfluss hatte die Polizei einen Großeinsatz bei der ARGE, sperrte die halbe Innenstadt ab, weil irgendein Irrer in dem Gebäude mit einem Messer herumlief.

Am Morgen war ich mir noch nicht so sicher, ob das heute was werden würde, mit meinem Lauf. Doch gegen Mittag, wehte der Wind nicht mehr ganz so heftig und außerdem hatte ich große Sehnsucht nach dieser anderen so viel angenehmeren Welt. Die Lauflust ist wieder sehr groß bei mir und so machte ich mich gerne auf meinen Weg.

Man hörte noch immer den Wind heulen und krachen, wie er durch die Bäume fegte. Ein gespenstisches Geräusch, finde ich. Und die Wege waren mit viel Kleinholz und Geäst übersät. So musste man immer den Blick auf den Weg gerichtet haben.

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Doch zwischen all den vielen Wolken zeigte sich auch immer wieder die Sonne und auch ein Stück blauer Himmel, was gut tat. Aber das aller Beste war heute, dass kaum Menschen unterwegs waren. Ich habe heute keinen einzigen Walker gesehen, nur sehr wenige Läufer und auch sehr wenige Menschen mit Hunden.

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Und das allerbeste war, dass ich auf dem heute sehr welligen Gewässer sogar die ersten kleinen Gänseküken gesehen hab. Ein für mich immer wieder bezaubernder Anblick, der mein Herz höher schlagen läßt. Sie nahmen schon früh Reißaus, als sie mich sahen, so dass ich drauf verzichtete, sie fotografisch festzuhalten. Es wird sicher noch Gelegenheiten dafür geben.


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Es sind die Dankbaren, die glücklich sind

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, heißt ein Sprichwort.

Und mühsam ist mein Bemühen, zur alten Form zurückzufinden. Alles braucht seine Zeit und jeder kleine Fortschritt ein Gewinn. Hätte mir vor einem Monat jemand gesagt, dass ich heute froh sein würde, irgendwie ca. 9 km zu laufen, ich hätte es mir nicht vorstellen können. Und heute war ich froh, die 9 km unterwegs gewesen zu sein. Ich bin sie nicht in einem durchgelaufen, mache immer noch bewußt reichlich Gehpausen. Doch es geht voran, ohne dass es weh tut.

„Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“ (Francis Bacon)

Solange es normal läuft, nehmen wir das häufig kaum zur Kenntnis. Erst wenn es mal nicht so läuft, stellt sich Bescheidenheit ein und wir nehmen dankbar jeden kleinsten Fortschritt wahr.

Und nach einem Winter erfreuen wir uns an jeder Blume, die wir blühend am Wegrand stehen sehen

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an jedem Strauch und Baum, der blüht, an allem, was wächst und gedeiht und sich wieder voller Kraft entwickelt.

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In der Hektik dieser Zeit, wo Krieg und Terror und Verbrechen jeglicher Art das Weltgeschehen beherrschen, wo an jeder Ecke Elend und Not lauert, findet man Trost im Kleinen, im Schönen der Natur, in dem wie sie sich uns zeigt. Es gibt einem Trost, Hoffnung, Kraft und Zuversicht wenigstens für diesen kleinen Augenblick.

Es ist schön, draußen zu sein, egal ob es regnet, stürmt oder schneit. Es ist schön wieder unterwegs zu sein. Manchmal kommt es mir vor, als gäbe es nicht eine Welt sondern mindestens zwei. Die erste ist grau und kalt und voller Brutalität und Rücksichtslosigkeit. Doch die zweite ist ganz anders, läßt mich Luftholen, läßt mich Lächeln, läßt mich Wohlfühlen, läßt mich Dankbarsein über dieses kleine Glück.


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Ein paar neue Schuhe

Die Alten sind schon eine Weile weg, die Neuen nun im Einsatz:

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Ein paar Nike Lunarglide 6. Das Vorgängermodell Lunarglide 5 hatte ich schon im Winter aussortiert. Ich war stets zufrieden damit, sie haben auch lange gehalten, so dass ich gerne zu diesen schönen neuen bunten Tretern gegriffen habe.

Sie haben eine angenehm weiche Sohle, sitzen recht eng am Fuß und man kann gut drin laufen. 240 g wiegt ein Exemplar.

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Heute sind wir schon zum zweitenmal miteinander gelaufen. Das erstemal liegt schon eine ganze Weile zurück. Am Ende unseres heutigen Weges war ich ganz froh, dass wir nicht ganz so weit unterwegs waren. Fühlte sich ein wenig eng an. Aber sie werden sich sicher noch ein wenig weiten.

Hat aber dennoch Spaß gemacht.


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Vorsichtiger Neubeginn

Drei Lauf- und Radel-freie Wochen liegen hinter mir.

Seit Donnerstag fühle ich mich wieder wohl und nicht mehr müde und schlapp. Gestern noch die letzte Antibiotika-Tablette genommen und nun voller Hoffnung, dass es das nun war.

Heute früh dann hab ich endlich mal wieder meine Laufsachen ausgepackt und angezogen. Wie ich das vermisst hab.

Und dann ging es raus aus dem Haus und raus auf die Straße, auf meine Laufpiste.

Es ist noch früh am Tag, wir haben gerade mal 5 Grad. Ach, das ist mir völlig egal, wie das Wetter ist. Ich will raus.

Doch keine Angst, es wurde keine Lauf im „Hurra, hier bin ich wieder“-Stil und auch nicht „Im jeden Anfang wohnt ein Zauber inne“.

Nein, es war ein vorsichtiger Neubeginn, ein zaghaftes Herantasten, immer in mir hineinhorchen, was sagt der Körper, ist das, was ich mache, auch nicht zu viel? Ich will wieder groß und stark werden und weiß, dass der Weg dahin ein bißchen hügelig sein wird.

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Bin immer ein paar Meter gelaufen und dann wieder ein ganzes Stück gegangen. Merke schon, dass das Alles noch Zeit braucht. Aber das hat mich nicht überrascht nach den vergangenen drei Wochen.

War ein langsamer zaghafter Neubeginn. Bin aber dennoch froh, endlich wieder auf meiner Piste zu sein, zu spüren, dass es nicht leicht und locker geht, aber dass es geht.

Möchte die negativen Gedanken hinter mir lassen, wieder positiver in die Zukunft blicken, wieder Vertrauen zu meinem Körper bekommen, Körper und Geist wieder auf Vordermann bringen.

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Das reicht doch für den Anfang oder?

Achja, als ich wieder nach Hause kam, hab ich mich nicht unwohl gefühlt, nicht  müde und schlapp, nicht ausgepowert. Ich hab mich gut gefühlt. So kann es gerne weiter gehen.


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Frühling am See

Heute hatten wir hier einen  schönen Frühlingstag. Ich war bei sonnigen 18 Grad am See und hab ein paar Fotos mitgebracht.

Da ist der See, der wie meistens sehr ruhig und schön daliegt. Ich mag diesen Anblick gerne:

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Die Bäume und Sträucher zeigen schon viele kleine Knospen:

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Und an einer Stelle habe ich es mir auf einer Bank gemütlich gemacht. Dort war ich nicht alleine, sondern hatte angenehme Gesellschaft:

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Und diese netten Gesellen dösten allerliebst vor sich hin, bis ein Hund bellend und knurrend angerannt kam und diese schöne Szenerie zerstörte. Alles Federvieh flüchtete ins Wasser. Schade. War so schön:

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Bei so einem schönen Wetter ist natürlich was los am See, viele Menschen mit Kind und Hund und Kegel und die ersten schon wieder wenig bekleidet auf einer Decke in der Sonne liegend. Sogar die erste Grillwolke konnte man riechen.


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Hallo

Ist schon ein paar Tage her, wo ich das letzte Mal was geschrieben hab hier.

War krank mit dem grippalen Infekt, der viele derzeit plagt und der sich meiner mehr annahm, als mir lieb war.

Hatte schon mein Fahrrad geputzt, wollte damit raus in den Frühling, in die Sonne, in den Wind.

Doch es holte mich erneut niesend, schnufend und vor allem sehr kräftezehrend von den Beinen. Das war am letzten Wochenende.

Nun ist wieder Wochenende und die Lebensgeister kommen langsam wieder zurück. War immerhin gerade ca. 1 Stunde spazieren. Wird sicher noch ein paar Tage dauern, bis ich wieder richtig laufend unterwegs sein werde. Spüre, wie da noch die Kräfte fehlen für mehr als nur spazieren gehen.

Aber immerhin: Ich war draußen, war unterwegs, war am See, hab den Wind um meine Nase gespürt und die frische Luft tief in mir aufgesaugt. Hab mich gefreut, dass es nicht mehr so kalt ist draußen, dass es trocken war, der sonst matschige Teil meiner Laufstrecke viel trockener ist. Hab mich gefreut, eine ganze Schar Wildgänse auf der Wiese zu sehen. Bin kurz stehen geblieben. Wollte doch wenigstens kurz „Hallo“ sagen.


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Doch erwischt

Kaum hatte ich den letzten Artikel geschrieben, hat es mich doch erwischt.

Es kam mit Gliederschmerzen, Schüttelfrost und Husten. Geblieben ist drei Tage später noch der Husten, der nervt beim Essen, beim Schlafen… Immerhin muss ich nun nicht zur Arbeit.

Geh nicht laufen, nicht radfahren, noch nicht einmal spazieren. Kuriere mich aus, bleib Zuhause, lese ein bißchen, male manchmal, guck mich im www so rum, schlafe mehr als sonst, gucke länger TV als gewohnt, lass es insgesamt ruhig angehen. Ach, mal so Zuhause zu sein, ist auch nicht schlecht.

Noch vermisse ich das Laufen und all die anderen Dinge nicht. Hoffe, bis zum Wochenende wieder fit zu sein.

Wie haltet Ihr es, wenn es Euch erwischt?

Schleppt Ihr Euch mit dem Kopf unterm Arm zur Arbeit und steckt womöglich andere an?

Oder laßt Ihr einfach mal alles stehen und liegen und kuriert Euch aus?

Schon mal das Gefühl gehabt, der kranke Kollege hat Dich angesteckt?

Man kann niemandem verbieten, krank zur Arbeit zu kommen. Hm, ich bleib lieber Zuhause.