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Joggen, Fahrradfahren und was sonst so Spaß macht

So ein Wetter

10 Kommentare

So ein Wetter aber auch, was wir derzeit haben. Es regnet sehr viel und sehr heftig und dann stürmt es auch noch gewaltig.

Erst am letzten Donnerstag bin ich anderhalb Stunden durch den Regen gelaufen, über überflutete Straßen und Wege, durch einige meterlange Pfützen und das Schuhwerk wurde von der Nässe immer schwerer und schwerer. War wirklich kein einfacher Lauf gewesen.

Dann heute nacht hörte ich ihn wieder oder immer noch diesen Regen. Ich hörte, wie es pitschte, wenn die Autos über die nassen Straßen fuhren und ich hörte den Wind, der durch den Schornstein heulte. Und dann noch diese Warnungen über die Medien, dass man vorsichtig sein sollte. In Düsseldorf haben sie die Friedhöfe für Besucher geschlossen, weil die Folgen von Ela noch sehr präsent in den Köpfen der Verantwortlichen sind.

Hm, sollte ich da etwa raus und laufen? Sollte ich mich wieder dieser unbarmherzigen Nässe aussetzen und dann noch den Gefahren des nicht unerheblichen Sturms?

Doch gerade dass sind die Bedingungen, die unser Laufen manchmal zu was ganz Besonderem machen. Würde ich nicht laufen, wer weiß, was ich da Tolles verpassen würde.

So zog ich mich dann doch an, machte mich bereit für meinen heutigen Lauf. Ich wollte wenigstens einmal bis zum Töppersee laufen und wenn es dann doch zu heftig sein sollte, eben nur ne kleine Runde drehen.

Das Thermometer zeigt heute früh schon 13 Grad an ! Petrus spinnt echt. Ich zieh trotzdem die lange Hose an und ein langärmeliges Shirt und meine gelbe Wind-/Regenjacke noch darüber, Käppi auf und dann gehts los.

Hm, es regnet ja gar nicht. Gut. Ich laufe langsam und gemütlich los, will es heute behutsam und vorsichtig angehen lassen. Schon bald bin ich am See. Da wo am Donnerstag die Wege überflutet waren, sind heute nur noch Pfützen zu sehen, große Pfützen, aber nicht so groß, dass man nicht trockenen Fußes dran vorbeilaufen kann. Schön.

Der Wind weht ordentlich. Er donnert recht laut durch das Gestrüpp und die Bäume. Die biegen sich aber nicht, sie tanzen nur hin und her, so wie der Wind ihnen den Takt vorgibt.

Und dann laufe ich doch nicht nur am See, wage mich hoch zu den Feldern, wo der Sturm eine ganz andere Wucht hat. Oben angekommen empfinde ich das Ganze gar nicht so heftig und schlimm und auch nicht gefährlich. Klar, der Wind heult hier und da ums Eck, um den Baum, den Strauch, weht kräftig über die Felder, bläst mir voll ins Gesicht und treibt mich beim nächsten Richtungswechsel von hinten an. Und spätestens da weiß ich, dass ich genau die richtige Entscheidung getroffen habe. Es ist soooo schön, wenn der Wind Dich mit seiner ganzen Kraft von hinten anschiebt, wenn er nicht locker läßt und Dich zu einem schnellen Laufen antreibt, wenn er Dich drängt, als wollte ersagen, nun lauf schon, los lauf ! Ich breite meine Arme aus und genieße diesen Moment.

Und ja, ich komme immer wieder an die Stellen vorbei, wo ich am Donnerstag noch knöcheltief durchs Wasser laufen musste, was den ganzen Weg in Anspruch nahm.

DSC00232

Heute komme ich hier locker trockenen Fußes dran vorbei, mich schiebt der Wind dazu noch von hinten an und ich bin froh, mich zum heutigen Lauf aufgerafft zu haben.

Am Ende drehe ich noch eine Ehrenrunde um den Töppersee und lausche noch ein wenig dem Heulen des Windes.

Hat wieder richtig Spaß gemacht heute.

Autor: joggerin

Ich bin vom Niederrhein laufe sehr gerne.

10 Kommentare zu “So ein Wetter

  1. Hallo, liebe Kornelia, ja es trifft uns nass und stürmisch, bei uns ist es so schlimm, dass man besser daran ist, wenn man zu Hause bleibt, die Gefahren sind zu groß, zumal schon viele Bäume umgestürzt sind wie bei Xaver, und ständig hört man die Sirenen der Feuerwehr.

    Das ist mir zu gefährlich, Laufen ja, aber nicht um jeden Preis, pass‘ gut auf dich auf, aber du bist ja gesund nach Hause gekommen.

    Dir hat es Spaß gemacht – super – ich verzichte !

    Lass‘ es dir gut gehen !

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  2. Ich schätze mal, bei Euch an der Küste ist es noch heftiger als hier bei uns. Sitzt man drinnen, denkt man, dass es heftig ist draußen. Geht man dann raus, ist es gar nicht so schlimm und das Laufen hat wirklich Spaß gemacht. Mal sehen, wie das morgen wird. Um jeden Preis laufe ich auch nicht.
    Danke ! Dir auch alles Gute !
    Lieben Gruß
    Kornelia

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  3. Eventuell hätte ich auch noch laufen können, aber das weiß man immer erst hinterher. Auf Nummer sicher zu gehen konnte hier im Norden sicher nicht schaden. Böen von über 100 km/h sind schon nicht ganz ohne.

    Bei Dir war wohl gerade das richtige Quäntchen weniger Wind und ich könnte Dich um den Lauf beneiden. Ein schöner Lauf!

    Liebe Grüße
    Volker

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  4. Naja, beim nächsten Mal kann es dann auch umgekehrt sein. Vielleicht haste ja heute einen schönen Lauf?
    Lieben Gruß
    Kornelia

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  5. Prima – die richtige Entscheidung getroffen und den Naturgewalten getrotzt! Bei uns wäre ich gestern nicht laufen gegangen. Heute war es noch sehr windig, aber auf meiner Strecke war nur ein Baum. Und den hatte ich im Blick!
    Schönen Sonntag noch
    Bianca

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  6. An manchen Tagen ist das schwierigste, sich tatsächlich aufzuraffen. Die Erfahrung hat immer wieder gelehrt, dass es sich lohnt. Bei Dir heute auch. Super !
    Dir auch einen schönen Sonntag.
    Lieben Gruß
    Kornelia

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  7. Winterläufe stellt man sich irgendwie anders vor … diese Folgen des Klimawandels sind mir unheimlich! 😦

    Mal gut, dass dich Regen und Wind nicht geschreckt haben. Was dir für ein Spaß entgangen wäre, wenn du dich „gedrückt“ hättest – es wäre schade um den tollen Lauf gewesen!

    Liebe Grüße,
    Anne

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  8. Auf „richtige“ Winterläufe mit möglicherweise Schnee und Eis kann ich gut verzichten. Ich meine, dass es auch in früheren Jahren schon solche „Winter“ gegeben hat.
    Am Wochenende ist die Gefahr des sich „Drückens“ geringen als z. B. in der Woche nach der Arbeit. Ja, es war ein echt schöner Lauf und ich bin froh, dass ich ihn gelaufen bin.
    Lieben Gruß
    Kornelia

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  9. Das tut mir leid für Dich, daß Du keinen Regen abbekommen hast, aber so ist das – es regnet immer zum falschen Zeitpunkt. Ich kann davon ebenfalls ein Lied singen. Immerhin durfest Du den Sturm genießen – herrlich!

    Genieße es,

    liebe Grüße,

    Marcus

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  10. Naja, ein bißchen Sonne wäre jetzt auch nicht schlecht. Wir lassen uns aber selten nur vom Wetter aufhalten. Wir laufen, egal ob es regnet, stürmt oder die Sonne scheint und genießen es sogar.
    Lieben Gruß
    Kornelia

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