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Joggen, Fahrradfahren und was sonst so Spaß macht


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Pfützen

Es gibt große Pfützen und kleine.

Manche sind so groß, dass man nicht ohne reinzutreten, dran vorbeikommt.

Manche sind recht flach und dann merkt man es kaum, wenn man reintritt.

Und dann gibt es welche, die sehr tief sind, so tief, dass man nasse Füsse bekommt.

Und dann gibt es auch noch die glitschig, matschigen, bei denen man aufpassen muss, dass man nicht drin ausrutscht.

Tritt man rein, dann spritzt es nach allen Seiten und das dreckige Pfützenwasser hinterläßt entsprechende Spuren an den Schuhen, auf der Haut, auf der Kleidung. Hat man was Schönes an, ist das sehr ärgerlich. Hat man allerdings seine Laufsachen an, ist das kein Problem. Die wandern nach Beendigung eines jeden Laufes eh in die Wäsche und warten auf die Waschmaschine.

Pfützen gibt es nicht immer. Es gibt sie nur, wenn es regnet. Ein kleiner Tröpfelregen reicht dafür nicht aus. Da muss schon mehr vom Himmel fallen, richtig viel Wasser. Und dann entstehen sie langsam, erst nur klein und unscheinbar und dann werden sie größer und größer und mehr und mehr. Und wenn es richtig doll regnet, sind die Wege manchmal so voller Pfützen, dass man keine trockene Stelle mehr findet.

Manchmal sieht man, wie Vögel drin baden und sogar Enten habe ich schon drin gesehen. Dabei ist der Töppersee mit viel mehr Wasser doch gleich nebenan.

Wenn Regentropfen in die Pfützen fallen, gibt es ein Tropfgeräusch und hat etwas Melodisches.

Wenn die Pfützen nicht zu viele sind, dann mag ich sie ganz gerne. Es macht mir auch nichts aus, ab und zu mal in eine Pfütze zu treten. Findet man allerdings überhaupt keine trockene Stelle mehr, dann wird es mir irgendwann auch zu viel. Aber das kommt nicht so oft vor.

Ich hatte heute jedenfalls mal wieder einen schönen Regenlauf mit ein paar schönen niedlichen Pfützen.

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Stürmische Böen gab es auch noch dazu.

Was soll ich sagen: Es war mal wieder ein richtig schöner Regenlauf heute.


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Ein kleines Wintermärchen

Als ich das erste Mal heute früh um 6.00 Uhr aus dem Fenster guckte, war noch alles dunkel und grau und trocken. Um 7.00 Uhr war das auch noch so. Doch irgendwann hörte ich so komische Geräusche,so ein Knistern draußen und da sah ich, wie es schneite, heftig schneite und es war schon alles weiß, die Autos, die Straßen, die Bäume und Sträuchen, die Dächer der Häuser, alles.

Da gab es für mich kein Halten mehr. Ich musste unbedingt so schnell wie möglich da raus und alles erleben und fühlen und sehen … Ich zog mich ganz schnell an und war trotz der vielen Sachen heute recht schnell fertig.

Ja, es ist kalt, sind Minustemperaturen und es fällt viel, viel Schnee vom Himmel. Bin froh, heute nicht arbeiten und auch mit dem Auto nirgends hin zu müssen. Sieht schon ziemlich ungemütlich aus auf den Straßen, wollte man da lang fahren. Alles ist schon mit einer wenige Zentimeter dicken Schneeschicht bedeckt. Ein Postbote müht sich mit seinem voll beladenen Fahrrad auf der Straße durch den Schnee, der arme.

Doch ich kann heute genießen, wie man so ein Schauspiel in dieser Region nur sehr selten genießen kann.

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Sieht alles so schön aus.

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Kommt mir vor, wie ein kleines Wintermärchen.

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Der Himmel ist mit dunklen Wolken verhangen so weit das Auge gucken kann.

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Und es hört nicht auf zu schneien, schneit immer weiter und weiter.

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Noch kann man etwas mühsam zwar aber doch noch ganz gut laufen. Man muss halt die Knie etwas höher heben als gewohnt, was anstrengend ist.

Aber die Bilder, die ich heute sehe, lassen diese Anstrengung in den Hintergrund erscheinen. Ist wie ein kleines Wintermärchen heute hier.

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Und das sage ich Euch, obwohl ich ja eigentlich ein Wintermuffel bin. War aber echt schön heute.


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Hinfallen und immer wieder aufstehen

Wer bin ich? Was bin ich? Bin ich so wie die Anderen oder doch ganz anders? Will ich so sein, wie Andere?

Nee, ich bin gerne ein Individuum und warum soll ich so sein, wie Andere? Und außerdem stehe ich zu dem, was ich tue und mache. Da ist doch nichts dabei. Ist ja schließlich mein Leben, mein ganz eigenes individuelles. Das Kostbarste, was ich habe.

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Wie sehen mich Andere? Lachen sie vielleicht manchmal über mich? Lache ich nicht selber manchmal über mich?

Manchmal schon. Und es kommt drauf an, wie die Anderen manchmal über mich lachen und auch wer. Bei vielen Menschen steht man voll drüber, wie sie einen sehen und vielleicht auch wirklich über einen lachen.

Aber bei denen, die einem wichtig sind, sieht das doch ganz anders aus. Und doch, sollte man ab und zu einfach mal über sich selber lachen können. Und das Lachen der Anderen muss ja auch nicht bös gemeint sein.

Manchmal gehe ich geradeaus, immer geradeaus, habe keine Zweifel daran, dass es nicht richtig ist. Und plötzlich aus dem scheinbaren Nichts sind sie doch da, diese ewigen Zweifel und auch ein wenig Angst, man könnte was falsch machen, was Gravierendes falsch machen, was Falsches sagen, in irgendein nicht geahntes Fettnäpfchen treten und voll aufs Maul fallen.

Ist wie beim Laufen. Wer schon mal hingefallen ist und sich weh getan hat, ist an manchen Stellen in manchen Situationen vorsichtiger, passt auf, um nicht wieder hinzufallen und sich die Knie aufzuschlagen oder so. Und manchmal kann man noch so aufpassen, man fällt trotzdem irgendwann wieder hin und dann sind die Knie blutig und blau und dick und tun weh.  Und man steht trotzdem jedesmal wieder auf, versorgt sich die Wunden, putzt sich den Mund ab und läuft weiter.

Hinfallen gehört zum Laufen, zum Leben genauso wie Zweifel und Ängste, die einen manchmal, warum auch immer plagen.

Bin übrigens nicht gerade hingefallen, hoffe auch, dass das so schnell nicht wieder passieren möge. Hab nur eben gerade mal so komische Gedanken in meinem Kopf.


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Es geht mir gut

Heute bin ich nicht auf der Arbeit, sondern habe einen Tag frei. Gestern Nachmittag habe ich mein Auto zwecks Inspektion zur Werkstatt gebracht und bleib heute eben einfach mal Zuhause.

Natürlich habe ich zuallerst mein Laufründchen absolviert. Ist immer noch grau und trübe dadraußen mit viel Regen und einem böigen zuweilen auch stürmischen Wind. Aufgrund der andauernden Nässe nehme ich derzeit auch keine Kamera mit und hab daher keine Fotos parat.

Aber das ist trotzdem kein Grund, Trübsal zu blasen. Ich laufe recht gern bei dieser Witterung. Ist mir viel lieber als würde auf den Wegen Schnee und Eis liegen. Und ist mir auch lieber, als wenn es draußen schwül und heiß wäre.

Ist eigentlich ein perfektes Wetter, um in aller Ruhe gemütlich vor sich hin zu traben, um die Gedanken auf ihre eigene Reise zu schicken, sich nicht mit irgendwelchen Idioten rum plagen zu müssen. Einfach nur laufen ganz still und leise, ganz intim nur mit mir zu sein, über dies und das mal nachzudenken oder auch mal an gar nichts zu denken.

Ist heute nicht viel los am See. ich hab keinen anderen Läufer heute getroffen und nur wenige Walker. Ein paar Gassigeher sind immer da. Aber die sind alle lieb und freundlich.

Und dann fällt mir wieder ein, wie gut es mir geht. Hab doch alles, was ich zum Leben brauche und noch viel mehr. Bin gesund, hab mein geregeltes Leben, kann mein Leben recht frei gestalten. Ich muss niemanden um Erlaubnis fragen, ob ich laufen darf, muss niemanden Rechenschaft ablegen, warum ich laufe oder dies und das noch mache. Ist doch alles wunderbar so und kann gerne so weitergehen.

So bin ich doch zufrieden mit mir und meiner Welt, mit meinem Lauf heute sowieso und überhaupt:

Es geht mir gut!


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So ein Wetter

So ein Wetter aber auch, was wir derzeit haben. Es regnet sehr viel und sehr heftig und dann stürmt es auch noch gewaltig.

Erst am letzten Donnerstag bin ich anderhalb Stunden durch den Regen gelaufen, über überflutete Straßen und Wege, durch einige meterlange Pfützen und das Schuhwerk wurde von der Nässe immer schwerer und schwerer. War wirklich kein einfacher Lauf gewesen.

Dann heute nacht hörte ich ihn wieder oder immer noch diesen Regen. Ich hörte, wie es pitschte, wenn die Autos über die nassen Straßen fuhren und ich hörte den Wind, der durch den Schornstein heulte. Und dann noch diese Warnungen über die Medien, dass man vorsichtig sein sollte. In Düsseldorf haben sie die Friedhöfe für Besucher geschlossen, weil die Folgen von Ela noch sehr präsent in den Köpfen der Verantwortlichen sind.

Hm, sollte ich da etwa raus und laufen? Sollte ich mich wieder dieser unbarmherzigen Nässe aussetzen und dann noch den Gefahren des nicht unerheblichen Sturms?

Doch gerade dass sind die Bedingungen, die unser Laufen manchmal zu was ganz Besonderem machen. Würde ich nicht laufen, wer weiß, was ich da Tolles verpassen würde.

So zog ich mich dann doch an, machte mich bereit für meinen heutigen Lauf. Ich wollte wenigstens einmal bis zum Töppersee laufen und wenn es dann doch zu heftig sein sollte, eben nur ne kleine Runde drehen.

Das Thermometer zeigt heute früh schon 13 Grad an ! Petrus spinnt echt. Ich zieh trotzdem die lange Hose an und ein langärmeliges Shirt und meine gelbe Wind-/Regenjacke noch darüber, Käppi auf und dann gehts los.

Hm, es regnet ja gar nicht. Gut. Ich laufe langsam und gemütlich los, will es heute behutsam und vorsichtig angehen lassen. Schon bald bin ich am See. Da wo am Donnerstag die Wege überflutet waren, sind heute nur noch Pfützen zu sehen, große Pfützen, aber nicht so groß, dass man nicht trockenen Fußes dran vorbeilaufen kann. Schön.

Der Wind weht ordentlich. Er donnert recht laut durch das Gestrüpp und die Bäume. Die biegen sich aber nicht, sie tanzen nur hin und her, so wie der Wind ihnen den Takt vorgibt.

Und dann laufe ich doch nicht nur am See, wage mich hoch zu den Feldern, wo der Sturm eine ganz andere Wucht hat. Oben angekommen empfinde ich das Ganze gar nicht so heftig und schlimm und auch nicht gefährlich. Klar, der Wind heult hier und da ums Eck, um den Baum, den Strauch, weht kräftig über die Felder, bläst mir voll ins Gesicht und treibt mich beim nächsten Richtungswechsel von hinten an. Und spätestens da weiß ich, dass ich genau die richtige Entscheidung getroffen habe. Es ist soooo schön, wenn der Wind Dich mit seiner ganzen Kraft von hinten anschiebt, wenn er nicht locker läßt und Dich zu einem schnellen Laufen antreibt, wenn er Dich drängt, als wollte ersagen, nun lauf schon, los lauf ! Ich breite meine Arme aus und genieße diesen Moment.

Und ja, ich komme immer wieder an die Stellen vorbei, wo ich am Donnerstag noch knöcheltief durchs Wasser laufen musste, was den ganzen Weg in Anspruch nahm.

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Heute komme ich hier locker trockenen Fußes dran vorbei, mich schiebt der Wind dazu noch von hinten an und ich bin froh, mich zum heutigen Lauf aufgerafft zu haben.

Am Ende drehe ich noch eine Ehrenrunde um den Töppersee und lausche noch ein wenig dem Heulen des Windes.

Hat wieder richtig Spaß gemacht heute.


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Auf den Sprung

Viele haben sich mit dem Beginn eines neuen Jahres auch was vorgenommen.

Die einen wollen weniger oder gar nicht mehr rauchen, andere wollen abnehmen, vielleicht auch mehr Sport treiben.

Vor allem die Fitnessbranche boomt derzeit. An allen Ecken und Enden wird dafür geworben.

Immerhin laufe ich immerzu viele Tage in der Woche, im Monat, im Jahr. Es gibt fast gar kein Wetter, was mich wirklich vom Laufen abhalten kann. Meine täglichen gymnastischen Übungen sind auch zu einem festen Ritual geworden, was ich nicht mehr missen möchte. Auch dies trägt zu meinem Wohlbefinden bei. Mein Wackelbrett kommt häufig zum Einsatz.

Und seit einiger Zeit auch noch dieses Teil hier:

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Zur Abendstunde lege ich eine Musik-CD auf und dann gehts los. Dann wird gehopst, gesprungen, getanzt, auf der Stelle gelaufen oder auch gegangen, je nach Rhythmus und Geschwindigkeit der musikalischen Darbietung.

Es macht unglaublich viel Spaß, ist für den Rücken gut, für die Bandscheiben, trainiert die Koordination und den Gleichgewichtssinn, ist gut für Herz und Kreislauf, für die Lunge, für die Venen …

Ein Ganzkörpertraining, das auch der Seele sehr gut tut. Ein perfektes Mittel für gute Laune, fürs Lockerlassen, fürs Wohlfühlen und Spaßhaben.


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Komm, ich nehme Dich ein Stück mit…

Hey Du da, am anderen Ende der Leitung, auf der anderen Seite des Bildschirms.

Schön, dass Du hier rein schaust und vielleicht sogar meinen Artikel bis zum Ende liest.

Ich teile Dir gerne etwas über meine Freude am Laufen mit. Geteilte Freude ist doppelte Freude und macht in dem Fall einfach viel mehr Spaß.

Heute ist Sonntag, der letzte freie Tag nach all den vielen Feiertagen und morgen muss ich wieder zur Arbeit. Heute war ich nochmal recht früh auf und bin meine Runde gelaufen. Es war ganz schön kalt da draußen und außerdem an vielen asphaltierten Stellen ziemlich glatt. Da musste ich ganz schön aufpassen, um nicht auszurutschen.

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Aber ist alles gut gegangen. Überhaupt war es heute wieder richtig schön.

Seit ich nicht mehr durch den kleinen Wald am Wasserturm laufe sondern außen rum, habe ich keinen Stress mehr mit Hunden und ihren Besitzern gehabt. Ob es am anderen Weg liegt oder an der ruhigen Ferienzeit wird sich ab morgen herausstellen. Klar, im Wald ist es eindeutig schöner, aber wenn ich außen rum statt dessen meine Ruhe hab,  gefällt es mir dort besser. Viele Pfützen waren gefroren, um die ich jedesmal einen Bogen machte.

Und richtig schön war es mal wieder oben in den Feldern. Heute ist kein grauber trüber Tag, sondern schon früh zeigte sich die Sonne. DSC00229

Ihre ganz zart wärmenden Strahlen tun Körper und Seele unglaublich gut. Schon alleine dafür lohnt es sich, sich früh auf den Weg zu machen. Ein wenig müde war ich heute schon. Bin nun 5 Tage hintereinander gelaufen und spüre, dass ich mal wieder einen Tag Pause machen sollte. Aber heute wollte ich noch nicht pausieren. Lieber laufe ich etwas langsamer, aber nutze und genieße diese schönen Stunden, diese schöne Zeit, diese Idylle, das Draußensein, die Ruhe. Mit dem Fahrrad wollte ich heute nicht hier sein. Ist echt tückisch glatt an manchen Stellen.

Auch der See sieht gleich so anders aus, wenn die Sonne hier ihr Licht- und Schattenspiel zur Schau stellt. Sieht gleich ganz anders aus als im grauen, dunklen Einerlei. Ich kann mir aber auch vorstellen, was zur späteren Stunde hier los sein wird, wie viele Menschen hier sein werden und vermutlich auch wieder einige, mit Hunden, die sie nicht im Griff haben.

Naja, ich hab mein Ründchen geschafft für heute, drehe mich noch einmal um und erfreue mich am schönen Anblick meiner heimatlichen Laufstrecke:

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Dann sag ich noch leise „Tschüß“ und bin dann auch schon wieder Zuhause.

Schön war es mal wieder, richtig schön. Ich hoffe, Dir hat es auch ein wenig gefallen.


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Frohes Neues Jahr

2014 ist Geschichte, 2015 wurde mit Getöse und Gekrache empfangen.

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Wie jedes Jahr wurde viel geböllert und geballert. Ist immer schwer was los um mich herum.

Mein Jahreswechsel verläuft immer sehr unspektakulär. Meist liege ich im Bett und werde wach von der Knallerei da draußen. Dann stehe ich auf und sehe mir das bunte Schauspiel vom Fenster aus an. Das geht oft eine halbe Stunde und sogar länger. Dann lege ich mich wieder hin und schlafe weiter.

Wie immer stehe ich auch am Neujahrstag gerne früh auf. Und dann dauerte es nicht mehr lange, bis dass ich meinen ersten Lauf in 2015 so richtig schön genießen konnte.

Es hatte in der Nacht gefroren und alles war mir Rauhreif überzogen. Es knisterte unter meinen Füßen bei jedem Schritt. Die Luft fühlte sich so gut an, so schön kalt, aber nicht mehr feucht. Und es waren kaum Menschen unterwegs. So liebe ich das. Es kam sogar noch die Sonne heraus und alles sah so schön und friedlich aus. So kann das gerne immer sein.

Nur auf dem Hin- und Rückweg zum See traf ich noch auf die zahlreichen Hinterlassenschaften der vergangenen Nacht. Schon komisch, was Menschen alles so machen.

Mein Lauf war schön, es lief rund, ich fühlte mich wohl. Ein wirklich schöner Start in ein Neues Jahr.