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Joggen, Fahrradfahren und was sonst so Spaß macht


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Zum Jahreswechsel

Das Jahr 2014 neigt sich dem Ende entgegen.

Was war das für ein Jahr? Was waren die Höhen und Tiefen? Was war gut und was war weniger gut?

2014 begann mit regnerischem Schmuddelwetter und milden Temperaturen. Ich hatte viel Spaß an meinen Läufen.

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Im Februar zeigten sich schon die ersten Frühlingsboten, die ersten Bäume und Sträucher standen in voller Blütenpracht. Es regnete noch immer viel, was ich auch beim ersten Lauf der Duisburger Winterlaufserie zu spüren bekam, der bei nicht aufhörendem Dauerregen stattfand.

Auch der zweite und dritte Lauf der Winterlaufserie waren bei Temperaturen von über 20 Grad alles andere als winterlich und ich hatte sogar richtig viel Durst unterwegs. Immerhin schien dabei richtig schön die Sonne.

Früh zeigten die Gänse schon im April ihren Nachwuchs, was ich jedes Jahr als besonderes Highlight empfinde. Ist für mich immer wieder schön anzusehen.

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Die weiterhin milden und warmen Temperaturen animierten mich im Mai dazu, endlich mal wieder mein Fahrrad rauszuholen. Eine gute Idee, ich war danach sehr häufig damit unterwegs und es hat mir viel, viel Spaß gemacht, den Niederrhein radelnd zu erkunden.

Im Juni habe ich am Duisburg-Marathon teilgenommen und bin den Halbmarathon mitgelaufen.

Der Sommer bescherte uns dann einige recht schwül-warme Tage, die das Laufen ein wenig beschwerlich machten.

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Mein alter Bloganbieter Over-Blog führte so gravierende Änderungen für seine Blogger durch, die mir nicht gefielen, was mich veranlasste, den alten zu schließen und diesen Blog bei WordPress neu zu eröffnen. Diesen Wechsel habe ich auf keinen Fall bereut.

Im September hatte ich meinen Jahresurlaub und bin in dieser Zeit bei meist allerbestem Wetter viel geradelt und weniger gelaufen und hatte eine echt gute Zeit.

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Im Oktober folgte mein persönlicher Tiefpunkt mit dem Sturz über einen freilaufenden Hund, der eine Fraktur an meiner linken Hand zur Folge hatte. Ich war sogar drei Wochen krank geschrieben deswegen.  Trotzdem hatte der Oktober noch viele sehr schöne Tage zu bieten.

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Im November wurden die Tage deutlich kürzer. Ich konnte endlich wieder laufen und fand schnell  viel Gefallen daran.

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Der Dezember ist meist ein hektischer und ungemütlicher Monat. Es wird sehr früh dunkel, in den Innenstädten und deren Geschäfte tobt der Bär, im Büro nerven die Jahresabschlussarbeiten und meine Laufrunden sind mir da ein sehr willkommener und wohltuender Ruhepunkt.

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Und in den allerletzten Tagen des Jahres zeigt sich doch tatsächlich noch einmal der Winter mit Schnee, Eis  und Kälte. Ist nicht unbedingt mein Terrain, aber auch damit komme ich zurecht.

Insgesamt ein durchwachsenes Jahr mit sehr schönen Momenten und eben nicht so schönen.

Ich bin ca. 2.900 km gelaufen, zu 3.000 km hat es leider nicht gereicht.

Aber 2015 steht schon in den Startlöchern und damit auch einige Ereignisse und neue Herausforderungen. Eine große Radtour steht da z. B. auf meinem Plan und einige andere Dinge auch noch. Wenn es soweit ist, werde ich darüber entsprechend berichten.

Ich danke Euch Allen fürs Lesen und Kommentieren meiner Artikel. Ich freue mich immer sehr über jede Anteilnahme.

Ich wünsche Euch für 2015 vor allem Gesundheit, angenehmes, beschwerdefreies Laufen und das Eure Vorhaben und Erwartungen in Eurem Sinne laufen möge.

Alles Gute und einen guten Rutsch

wünscht

Kornelia


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Schnee-Mogelpackung

Erst hab ich mich gefreut, als ich früh am Fenster sah, dass es schneite, heftig schneite.

Hab mich beeilt, wollte raus, wollte fühlen, wie das so ist da draußen.

Doch nur nach wenigen Schritten draußen waren meine Schuhe nass und meine Socken und meine Füße nass und eiskalt, bäähh.

War gar kein richtiger Schnee, nur so ne doofe Attrappe, war mehr Wasser als Schnee und überhaupt gar nicht schön.

Bin natürlich trotzdem gelaufen, kneife ja nicht wegen so was. Konnte mich aber nicht wirklich anfreunden mit dem eiskalten, nassen Etwas, was als Schnee-Mogelpackung vom Himmel fiel. Da wo Asphalt war, stand das Wasser und die Füße wurden kalt und nass.  Und da, wo kein Asphalt war, waren viele große Pfützen, wo es wieder kalt und nass wurde. Hab selten kalte Füße, aber heute ware sie echt eiskalt.

Schön sah es schon aus. Hatte aber meine Kamera nicht dabei, weil es so nass war und ich sie deshalb lieber Zuhause gelassen hab. Muss ja nicht kaputt gehen bei so was.

Sah wirklich schön weiß aus alles auf den Wiesen, den Bäumen, auf dem See.  Aber war nur so ne blöde Schneeattrappe. War nicht nur nass und kalt, sondern auch echt schwer zu laufen. Meine Füße wurden immer schwerer. Musste meine Knie höher heben als sonst. War nicht so einfach und echt anstregend heute.

Ganz ehrlich, sowas hab ich ganz bestimmt nicht bestellt und doch bekommen. Aber was mich nicht umbringt, macht mich hoffentlich hart…

Unterwegs habe ich die Frau mit ihren zwei schönen Bobtails getroffen. Die sahen heute nicht so schön aus mit ihrem zotteligen langen nassen und heute auch schmutzigen Fell. Und weil die Hunde dauernd nasse Klumpen unter den Füßen haben, muss die Frau häufig stehen bleiben und die Füße der Hunde von den Klumpen befreien. Sie fand das auch nicht so toll.

Aber es schneite noch immer so richtig nass vom Himmel. Wir waren alle nass, die Frau, die beiden hübschen und sehr lieben Bobtails und ich. Und wir standen da und unterhielten uns über Hunde und deren manchmal sehr rücksichtslosen und unverschämten Besitzern. Noch nie haben wir uns so unterhalten wie heute in diesem nasskalten Etwas, was vom Himmel fiel. Ich mag die Frau und ihre netten Hunde und sie mich vielleicht auch. War schön, mal ein wenig geredet zu haben. Und mit lieben Hunden hat man es wohl noch viel schwerer unter all den rücksichtslosen Chaoten da draußen. Sie war schon einige Male mit Bißwunden und schlimmeren Verletzungen im Krankenhaus und immer auch bei der Polizei und hat Anzeige erstattet. Sollte ich wohl auch beim nächsten Mal machen. Obwohl ich so ein nächstes Mal auch nicht brauche.

Naja, ich bin dann weiter, habe brav mein Ründchen gelaufen und bin wohlbehalten wieder Zuhause angekommen.

Aber ganz ehrlich: so was Nasses, was aussieht wie Schnee und gar keiner ist, braucht echt kein Mensch.


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Daran kann ich mich gewöhnen

Nach tagelanger grauer trüber verregneter Zeit, stehe ich dann morgens auf und stelle fest, es ist kalt.

Zum Laufen krame ich wieder die etwas dickeren Laufsachen hervor. Es dauert locker 10 Minuten bis ich alles anhabe, bis alles richtig sitzt, bis dass ich endlich meine Wohnung verlasse.

Aufgrund andauernder Probleme mit sehr uneinsichtigen rücksichtslosen Hundebesitzern in den letzten Tagen,  habe ich beschlossen, nun erstmal nicht mehr durch den kleinen Wald zu laufen, sondern außen herum. Kein einziger Hund kommt mir da entgegen. Daran könnte ich mich gewöhnen.

Ist ganz schön kalt heute mit Temperaturen so um den Gefrierpunkt herum. Ist aber angenehm zu laufen. Die Wege sind an manchen Stellen noch matschig, meist aber sehr angenehm zu laufen.

Oben in den Feldern auf den asphaltierten Wegen aber ist es teilweise tücksich glatt und man muss aufpassen.

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Da ich ja nicht laufe, weil ich es eilig habe, sondern weil ich das Draußensein liebe und genieße, ist auch das kein Problem, ein wenig langsamer und vorsichtiger hier langzulaufen.  Schön ist der Blick über die Feldern und auch hoch zu den Wolken, die ständig ein anderes Bild zeigen. Man könnte Geschichten hierzu erfrinden, so kommt es mir vor.

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Wohltuend ist die Ruhe. Und wohltuend sind auch die Menschen, die mit ihren Hunden entgegenkommen und keinerlei Stress oder Probleme verursachen. Ist schön, wenn man sich anlächelt und grüßt und sich auch heute noch einmal „Frohe Weihnachten“ wünscht. Kann wirklich alles ziemlich easy sein.

Auch auf meinem Rückweg meide ich das kleine Stück durch den Wald, laufe lieber außen rum und habe meine Ruhe. Wenn das immer so ist, gewöhne ich mich sehr gerne daran.


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Kurz vor Weihnachten

Morgen ist der 4. Advent, Weihnachten nun schon ganz nah.

Die Menschen eilen und hetzen durch die Gegend. Es muss alles da sein, alles passen, alles soll doch schön sein.

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Ein schöner Weihnachtsbaum soll auch da sein. Hm ich brauch so was nicht. Hab noch nicht mal ein Adventsgesteck, nur ab und zu mal eine Kerze an, mehr nicht.

Ich bin froh, die meisten meiner Besorgungen in der Mittagspause erledigen zu können.

Da war in dieser Woche was los in Duisburg. Die Stadt war so voll schon in der Mittagspause. So viele Holländer waren da und Menschenmassen überall. Auf dem Weihnachtsmarkt, an den Kassen in den Geschäften lange Menschenschlangen, in den Restaurants alle Tische voll besetzt, die Parkplätze eh alle zu und auf den Straßen tobte der Bär. Ist irgendwie irre, was da abgeht.

Auch im Büro ist mehr zu tun als sonst, ist alles irgendwie eiliger, hektischer, stressiger. Der Jahresabschluss sorgt für Druck, künstlichen Druck, der mir jedes Jahr abstruser erscheint. Als ob es kein Danach mehr gibt. So ein Blödsinn. Mein Kopf wehrt sich gegen all den Irrsinn, will da nicht mitmachen. Doch es gibt da kein Entrinnen.

Und ich frage mich im Stillen, ob das wirklich jedes Jahr so ist oder ob es nicht doch jedes Jahr doller wird? Ob das nicht tatsächlich auch ganz anders gehen könnte?

Mir ist das jedenfalls alles viel zu viel und ich bin froh, wenn ich zum Feierabend und vor allem am Wochenende in Ruhe meine Läufe laufen kann.  Ist so ein Unterschied zu all dem Trubel und den Menschenmassen in der Stadt.

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Alleine der wunderbare Anblick dieses Regenauffang-Gebietes, ein Naturschutzgebiet mitten in meinem Lauf-Arreal war es mir wert. Hier komme ich gerne am Wochenende vorbei.

Außerdem tut es gut, sich den kräftigen, frischen Wind um die Nase wehen zu lassen. Im Gegensatz zu den letzten Tagen regnet es heute mal nicht. Auch gut.

Zwei Stunden laufe ich heute leicht und locker. Zwei Stunden bin ich unterwegs ganz alleine mit mir und meinen Gedanken. Zwei Stunden, die mir so viel bedeuten und mir gut tun. Zwei Stunden, die so viel Spaß bringen und Entspannung, Ruhe, Zufriedenheit, Gelassenheit.

Ich wünsche allen einen angenehmen 4. Advent !


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In grauen müden Zeiten

Die dunkle Zeit am Tag hat eindeutig die Oberhand. Außerdem ist es draußen grau und schmuddelig.

Wenn morgens früh der Wecker klingelt, fühle ich mich alles andere als ausgeschlafen.

Auch im Büro gähne ich mich nur so durch den Tag. Es ist regnerisch da draußen und finden doch mal ein paar Sonnenstrahlen ihren Weg durch die vielen dicken Wolken, wundert man sich, wie hell es plötzlich ist. Dauert aber nicht lange. Dann ist grau und trüb wieder da und macht auch vor meinem Gemüt nicht halt.

Auf meinem Weg nach Hause freue ich mich schon auf meinen Lauf und auch darauf, diese neue neon gelb-grüne Jacke wieder anziehen zu können. Selten hat ein Kleidungsstück mein Herz dermaßen im Sturm erobert, wie dieses Teil.

Ich fühle mich unglaublich wohl darin, wenn ich damit laufe. Sie ist so leicht und angenehm, schützt vor Regen und Wind und auch wenn es wider Erwarten etwas wärmer wird, wie z. B. heute bei 7 Grad fühle ich mich in ihr aller bestens aufgehoben, wenn ich laufe. Kein übermäßiges unangenehmes Schwitzen oder Frieren. Nein, einfach nur Anziehen und echt Wohlfühlen. Außerdem mag ich dieses leuchtend Gelb-Grün. Ist mir ein absolut angenehm bunter Farbtupfer in dieser doch ein wenig trüben Zeit.

Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal so gerne so ein schickes Teil fast jeden Tag angezogen habe. Aber tut echt gut. Ein Grund mehr, mich jeden Tag auf meinen Lauf zu freuen.

Leider kann ich kein Foto von mir mit der Jacke präsentieren. Hat sich eben einfach noch nicht ergeben.

Ist es Euch auch schon mal so ergangen, dass Ihr so vernarrt in ein Kleidungsstück wart, dass Ihr es am liebsten gar nicht mehr ausziehen wollt?


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Die Zeit rennt

Die Zeit rennt, wir haben jetzt schon den 3. Advent.

Die Tage vergehen so schnell, sausen nur so an einem vorbei.

Die meiste Zeit am Tage ist es dunkel und wenn es dann hell ist, ist es gar nicht richtig hell, sondern trüb und grau.

Früh bin ich heute wieder auf.

Nicht ganz so früh wie im Sommer, es wird ja erst so spät hell da draußen.

Doch noch bevor es richtig hell ist, bin ich auf dem Weg.

Die Nacht war frostig kalt. Es regnet nicht mehr. Warm eingepackt laufe ich meinen Weg.

Ich genieße die Ruhe im kleinen Wald, wo ich heute ganz alleine bin.

Am See ist auch noch nicht viel los, nur ein kleiner Lauftreff kommt mir schon entgegen. Naja, ist nicht mehr ganz so früh.

Der Verkehr auf den Straßen ist längst nicht so wie in der Woche. Es geht bedeutend ruhiger zu. Es kommt mir alles so friedlich vor. Mancher Vorgarten ist vorweihnachtlich geschmückt.

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Allerlei Kitsch ist da zu sehen. Ich brauche so was nicht, mag lieber die Ruhe der Natur.

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Ich glaube, der Schwan sieht das auch so.

Am Ende meiner Runde kommt sogar ein wenig die Sonne heraus.

War ein schöner Lauf heute wieder.


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Eine neue Jacke

Nachdem ich in dieser Woche meine 6.000 km-Marke überschritten habe (30.000 km in 10 Jahren), habe ich mir zur Belohnung einen Besuch im RunnersPoint-Laden in Duisburg gegönnt.

Unter anderem hat diese knall gelb-grüne Jacke mein Läuferherz höher schlagen lassen:

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Eine Jacke die vor Regen und Wind schützt.

Heute früh regnete es dann andauernd und heftig, dazu wehte ein kräftiger Wind. Juchhu, endlich kann ich diese neue Jacke einweihen, dachte ich.

Doch erst musste ich noch meinen Arbeitstag hinter mich bringen. Und was soll ich sagen, im Laufe des Tages klärte sich der Regen auf und es kam sogar die Sonne raus.

Aber immerhin wehte noch immer ein kalter böiger Wind.

So bin ich dann doch mit dieser schönen neuen bunten Jacke losgelaufen.

Sie läßt sich schön hoch schließen, hat eine Kapuze, abnehmbare Ärmel, die schön lang sind und ist sehr angenehm zu tragen.

Obwohl die Sonne schien, war diese Regen-/Windjacke mir nicht unangenehm. Sie hat mich gut vor dem kalten Wind geschützt. Die Regentauglichkeit konnte ich heute leider mangels Regen nicht testen. Aber ich glaube, ich habe mit diesem Teil eine gute Wahl getroffen.


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Was ich an meiner Laufstrecke mag

Wenn ich laufe, laufe ich meistens meine Runde um den heimischen Töppersee, ein Baggersee, ein Naherholungsgebiet, wo man es gut aushalten kann.

Ich mag es vor allem, über die kleine Holzbrücke zu laufen,

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die über einen kleinen Bach führt, der manchmal gar kein Wasser hat und manchmal doch so viel, dass man froh ist, dass diese Brücke da ist. Oft empfinde ich gerade diese Brücke als ein Tor in eine andere Welt, raus aus der Hektik, dem Lärm und Stress, rein in die Idylle, die Ruhe, die Schönheit der Natur, der Zeit des Wohlfühlens. Deshalb laufe ich gerne über diese kleine Brücke.

Ich mag auch den kleinen Baum,

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wie er da steht ein wenig vor den anderen mitten auf der grünen Wiese vor dem See. Er ist klein und schön und stark und auch ein wenig eigenwillig. Ich mag ihn gerne.

Und ich mag die gut ausgebauten Wege

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die von der Stadt gepflegt werden, deren Wiesen links und rechts regelmäßig gemäht werden. Hier kann man auch gut bei Regen laufen. Sie bieten genügend Platz für alle, die sich hier aufhalten. Ich mag das.

Was ich ganz besonders mag, ist der See mit seinen vielen verschiedenen Wasservögeln.

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Es sind nicht immer dieselben Vögel. Je nach Jahreszeit hat man manchmal viele Schwäne, im Frühjahr die vielen Wildgänse, jetzt mehr diese kleinen schwarzen Vöglein und Enten. Ich mag es, sie langsam und ruhig auf dem See schwimmen zu sehen, mag es, wie sie Kreise malen auf dem Wasser, mag ihr Gepiepse und Geschnatter. Ich mag das gerne.

Ich mag auch das Glockengeläut am Sonntagmorgen, von weit her oder doch nicht so weit her. Ist irgendwie Musik, schöne Musik, die zu dieser Tageszeit und zum ganzen Ambiente passt und mich nicht im geringsten stört.

Was ich nicht mag, sind Hunde, die nicht auf ihre Besitzer hören, wie heute wieder erlebt. Es war exakt an der Stelle, wo ich mir vor 8 Wochen meine Hand gebrochen hab, wo heute erneut ein Hund wild rum lief. Ich blieb stehen, der Hund auch erst und dann doch nicht, kam auf mich zu, sprang an mir hoch. Ich war kurz davor, echte Panik zu kriegen. Der Besitzer entschuldigte sich, der Hund sei doch noch ein Welpe und will nur spielen. Und ich doch nur laufen ! Da kann man sich fragen, wer wohl mehr zu lernen hat, der Hund oder sein Besitzer und ob es je zu diesem Lernprozess kommen wird?

Ich mag aber gerne die großen Bäume, die an vielen Stellen stolz und schön da stehen in ihrer ganzen Pracht.

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Sie stehen immer nur ruhig da, geben keinen Ton von sich, haben mich noch nie gestört, sondern machen den See zu einem Idyll, weil sie schön anzusehen sind. Ich mag das sehr.


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Der Winter kommt

Der Winter kommt oder er ist eigentlich schon da. Ist ziemlich kalt geworden da draußen, brrrr.

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Kein Grund, deswegen etwa Zuhause zu bleiben und nicht laufen zu gehen. Allerdings, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, dauert es eine Weile bis ich laufbereit bin.

Erstmal muss ich die richtigen Klamotten zum Laufen raussuchen. Es werden fast jeden Tag mehr. Und bis ich dann endlich alles angezogen habe, vergehen einige Minuten. Das ging im Sommer eindeutig viel schneller. Heute habe ich zum ersten Mal in 2014 eine Mütze auf und Handschuhe an beim Laufen. Das war im letzten Winter nicht ein einziges Mal erforderlich. Doch jetzt haben wir 0 Grad, gefühlte – 4 Grad. Da kann man sowas gut gebrauchen.

Und dann geht es endlich los. Die ersten Meter sind immer bibbernd kalt, es dauert, bis ich mich an die Kälte gewöhnt hab, bis dass der Körper auf Touren kommt. Ich laufe derzeit schneller los als gewohnt, geht irgendwie nicht anders und auch das übrige Tempo ist schneller als sonst, geht eben irgendwie nicht anders. Ich weiß, ich bin zu schnell unterwegs, doch ich kann nicht anders. Auch als mir endlich warm wird, kann ich nicht anders als eigentlich viel zu schnell zu laufen.

Was schön ist, es sind nicht viele Menschen unterwegs. Klar, ein paar Gassi-Geher sind immer da. Aber das sind die, die man kennt, die man meist freundlich grüßt und die einen ansonsten in Ruhe lassen samt Vierbeiner.

Und dann sind da noch einige weniger andere Läufer außer mir. Wir treffen uns fast täglich, lächeln uns an, wenn wir aneinander vorbeilaufen und grüßen natürlich.

Ansonsten ist es sehr ruhig am See. Da sind keine Chaoten unterwegs, da ist kein Lärm und ich muss auch nicht Slalom laufen um andere Menschen herum. Die Bäume haben nur noch vereinzelt ein paar Blätter, sind meist kahl. Doch auch dieser Anblick hat seinen Reiz und seine Schönheit, wenn man genauer hinsieht.

Wenn es einmal läuft, spürt man die Kälte kaum noch. Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass ich in der Lage bin, auch bei kalten Temperaturen noch zu schwitzen. Würde ich stehen bleiben, würde eine kleine Dampfwolke von mir ausgehen und auch meine Brille dermaßen beschlagen, dass ich nicht mehr durchgucken könnte. Also laufe ich zügig meine Runde ohne eine Pause.

Ist schön, anschließend in die warme Wohnung zu kommen und eine angenehm warme Dusche zu genießen. Laufen macht fast bei jedem Wetter Spaß.