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Joggen, Fahrradfahren und was sonst so Spaß macht


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Bin echt froh

Ja, es läuft wieder. Darüber bin ich echt froh.

Ich habe für diese Woche noch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, aber auch die ärztliche Erlaubnis, laufen zu dürfen.

Mit der Bandage am linken Handgelenk fühle ich mich gut geschützt. Auch ist es am Morgen / Vormittag deutlich ruhiger am See als später am Nachmittag. Meine Vorsicht bezüglich der Hunde fällt kaum  ins Gewicht, weil ich nur selten welche treffe. Und die, die ich treffe, sind sowas von vorbildlich. Rufen immer ihren Hund zu sich, kümmern sich um ihn, lächeln mich an, wenn sich unsere Blicke treffen, ich bedanke mich freundlich und bin echt froh, dass ich das so ausnahmslos mehrmals täglich erleben darf. Sind eben doch nicht nur Idioten unterwegs.

Und da ich meine Uhr nicht am linken Handgelenk tragen kann und mir das am rechten alles zu umständlich ist, halte ich sie in meiner Hand. Ich gucke nun häufiger drauf und habe mir mal den Brustgurt zur Pulsmessung umgeschnallt.

Gestern habe ich mich bemüht, meinen Höchstpuls zu erlaufen und bin auf 168 Schläge pro Minute gekommen. Habe mich aber auch erschreckt, weil der Puls danach während des Laufens nicht unter 140 zu bringen war.

Heute habe ich mich bemüht, den Puls niedrig zu halten, bin also sehr langsam gelaufen. Er bewegte sich meist um 130 Schläge pro Minute.

Ich bin noch nie regelmäßig mit Pulsmessung gelaufen, weiß daher nicht, wie es schwankt, was gut ist, ob sich tatsächlich was verändert, wenn man dauerhaft sehr langsam läuft. Mal sehen, ob ich das für mich heraus bekommen kann.


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Es läuft wieder…

Am Freitag war ich beim Arzt. Die Gipsschiene kam ab und eine Bandage dran. Die kann ich von der Hand nehmen, wenn ich z. B. duschen will … Und es gibt nun keinen Grund mehr, meine erzwungene Laufabstinenz fortzuführen. Ich laufe wieder. 🙂

Als erstes musste ich allerdings feststellen, dass mein Garmin den Sturz nicht überlebt hat. Ist kaputt. Weiß nicht, ob ich mir noch mal nen Garmin zulege oder lieber was anderes?

Der erste Lauf am Samstag war eine Mischung aus Gehen und Laufen. Hab mich noch nicht so recht getraut.

Gestern lief es schon besser. Ich war immer noch vorsichtig, aber immerhin lief ich meine 11,6 km-Runde durch. Und es tat der Seele gut, dem Rücken und den Schultern, die durch die einseitige Belastung sehr verkrampft sind.

Und heute lief es auch wieder noch ein Stück besser als gestern. Die Beine kommen allmählich wieder in Form, es läuft von Tag zu Tag ein wenig runder. Nur in meinem Kopf ist da noch viel Vorsicht. Sobald ein Hund auf mich zukommt, gehe ich und bleibe ggfls. auch stehen. Auch Hunde, die nicht auf mich zukommen, aber in meiner Nähe sind, werden von mir sehr aufmerksam beobachtet. Ich achte auf jeden Stock und Stein am Boden. Nicht auszudenken, wenn ich jetzt über sowas fallen würde…

Doch trotzdem ist es schön, den Körper wieder auf Touren zu bringen, zu spüren, wie es von Kopf bis Fuß in einem zirkuliert, wie der Schweiß rinnt und wie wohltuend das Laufen ist.  Die Vorsicht wird mich sicher noch eine Weile begleiten. Doch ich nehme sie gerne mit auf meiner Laufrunde.


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Nette Menschen

Zwei Wochen laufe ich nun schon nicht mehr und fahre auch nicht mit dem Fahrrad.

Zu Beginn dieser Zeit machte es mir nicht so viel aus.

Doch mittlerweile sind die Schmerzen weg, der Gipsverband nervt gewaltig und in den Füßen juckt es so, sie wollen halt mal wieder richtig laufen. Überhaupt vermisse ich es, meinen Körper  ein wenig zu fordern, die schweißtreibende Bewegung an der frischen Luft, vermisse das angenehm gute Gefühl unmittelbar nach einem Lauf.

Klar, ich gehe jeden Tag raus zum Einkaufen, gehe spazieren. Doch ist es nicht das Gleiche wie laufen.

Und dann treffe ich unterwegs eine junge Frau auf Krücken. Wir bleiben kurz stehen, reden miteinander, obwohl wir uns nie zuvor gesehen haben, erzählen wir uns unsere Geschichten. Sie ist mit dem Fuß umgeknickt und hat sich den Mittelfuß gebrochen, musste sogar operiert werden und müht sich nun mit den Krücken herum. Ich kriege fast schon ein schlechtes Gewissen wegen meiner läppischen Radiusfraktur, die völlig unkompliziert ist, keine OP, keine Schmerzen mehr… Es hätte wirklich schlimmer kommen können.

Um auf andere Gedanken zu kommen, machte ich heute einen ausgedehnten Spaziergang. Es zog mich hin zu den Friemersheimer Rheinauen. Hier ist ein natureller Eiland, wie man ihn an dieser Stelle kaum vermuten mag. Hier gibt es Streuobstwiesen, große Flächen, die naturbelassen sind, als Naturschutzgebiet ausgewiesen sind. Die Wege sind wunderbar ausgebaut. Noch vor ein paar Jahren lief man hier über Matschwege, jetzt nicht mehr. Und es ist ruhig hier, schön ruhig. Ein paar Fotos habe ich auch gemacht:

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Von der Roos zum Beispiel, an einem uralten kleinen Rheinarm, der in trockenen Sommertagen auch schon mal austrocknet und ganz ohne Wasser ist

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von diesem schönen Baum auf grüner Wiese

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und von glücklicher Kuh mit Kalb auf der Wiese.

Und was mir am Spazierengehen auch gefällt ist, dass man häufiger mit Menschen, die man unterwegs trifft, die einem fremd sind, weil man sie nie zuvor gesehen hat, immer wieder  nette Gespräche hat. Das erlebe ich so weder beim Laufen noch beim Radfahren.

Es gibt eben doch überall nette Menschen da draußen und auch hier.

Möchte an dieser Stelle auch gerne mal DANKESCHÖN sagen, fürs geduldige Lesen, fürs Mitfühlen und immer wieder Mut machen. Ohne EUCH würde ich sicher weniger gut mit all dem hier zurecht kommen.

Ein besonderer Dank gilt Margitta fürs häufige Anrufen und immer Geduldigsein, wenn die Tränen anfangs liefen, fürs Kümmern und nicht Alleinelassen. Ist schön, Dich als Freundin zu haben.

Und es ist schön, so viele nette Leser und Kommentatoren zu haben. Glaubt mir, es hilft wirklich.

DANKESCHÖN!


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Golden schöne Herbsttage

Der Wetterdienst hatte Regen angekündigt und kühle Temperaturen. Doch dem war heute nicht so. Statt dessen zeigt der Oktober sein schönstes Gesicht. Ein wenig wehmütig sehe ich auf meine Laufschuhe. Wäre schön, damit eine Runde zu drehen oder auch mit dem Fahrrad. Dann ziehe ich tatsächlich ein Paar Laufschuhe an. Doch nicht um zu laufen, sondern um in aller Ruhe damit spazieren zu gehen.

Die Sonne ist so angenehm und wohltuend und die Luft riecht so gut nach Wald, nach Grün, nach Draußensein, nach Wohlfühlen. Ich gehe ganz langsam eine große Runde um den See und sauge alles um mich herum auf. Es ist so schön.

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Alles noch so grün hier, vor allem die Wiesen und in der Sonne leuchten die bunten Blätter der Bäume so schön. Auf den Wegen liegen sie zum Teil da wie ein schöner bunter Teppich:

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Der Himmel ist so blau und trotz des schönen Wetters sind nur wenige Menschen unterwegs.

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Ja, gerne wäre ich auch gelaufen. Doch das langsame Dahinschlendern hat auch was.

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Man sieht manches aus ganz anderem Blickwinkel.


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Geht nicht, gibt’s nicht

Als meine linke Hand vor einer Woche einen Gipsverband bekam, fragte ich mich, wie man damit duschen kann? Das Ding soll ja nicht nass werden. Und überhaupt, wie kriegt man den Alltag mit nur einer Hand gemeistert? Ich konnte es mir nicht vorstellen.

Dann dachte ich an meine Oma, die die meiste Zeit ihres Lebens halbseitig gelähmt war. Sie hat trotzdem alles gemeistert, den Haushalt, die Kinder, alles ohne zu klagen. Also wollte ich auch nicht verzagen, bevor ich so manches nicht ausprobiert hatte.

Manches bedarf ein wenig Übung. Die Zahnpasta auf die Bürste zu bekommen, war nicht so einfach. Doch irgendwann hatte ich den Dreh raus und ist kein Problem mehr.

In der Küche bekommt die linke Hand immer ein Handtuch um und kann manches fixieren. Kartoffeln muss man nicht schälen, kann man fertig gekocht besser pellen. Gemüse und Zwiebeln werden eben etwas gröber zerkleinert, ist kein Problem. Spülen geht auch Teller für Teller… Dauert ein wenig länger, aber geht. Fertig gekochte Nudeln abgießen mit Vorsicht und Ruhe kein Problem.

Auch das Duschen Ist unproblematisch mit nem Handtuch um den linken Unterarm und beim Duschen nach außen gedreht.

Für das Tragen von Einkäufen habe ich mir einen Trolly zugelegt.

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Hände waschen ist schwierig. Die rechte Hand mit Seife gründlich waschen ist ne Kunst für sich. Hab mir daher ein Hygienegel von Aldi gekauft.

Will sagen , dass ich ganz gut klar komme, besser als ich es mir vor einer Woche vorstellen konnte.

Habe mittlerweile das Motto angeeignet: Geht nicht, gibts nicht. Und wenn doch, gibts nette Nachbarn und Eltern.


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Ich stecke den Kopf nicht in den Sand

Nein, ich stecke den Kopf nicht in den Sand. Bin eine Kämpfernatur und gewohnt, immer wieder aufzustehen.

Hab gelesen, dass eine Radiusfraktur (so heißt das) die häufigste Fraktur sein soll. Soll der häufigste Bruch eines Knochen beim Menschen sein. Und bei mir ist nix kompliziertes dabei, nix verschoben oder so. Wird da sicher bald ganz normal verheilt sein und dann gehts auf zu neuen Taten laufend und vielleicht auch radelnd, mal sehen.

Gestern war ich spazieren. Bin meine Lieblingslaufstrecke lang gegangen. Hab sogar ein paar Fotos gemacht. :

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Noch sind die Felder nicht leer und die Bäume nicht kahl. Aber der Herbst ist nicht zu übersehen. Und auch nicht, dass wir ein reiches Land sind, wo es von allem genug gibt, was man zum Leben braucht.

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Die Natur hat noch viel Schönes zu bieten, was man gehend noch viel mehr bewundern kann als laufend.

Die hier haben noch mehr Zeit für all das :

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Nur war ich ziemlich ko als ich wieder Zuhause war. Hätte ich nicht gedacht.


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Kleine Seelentröster

Wenn der Körper ein Problem hat, weil man sich z. B. die Hand gebrochen hat, dann leidet bei mir immer auch die Seele mit. Bin weinerlich, empfindsamer als sonst, alles andere als gut drauf.

Man rennt durch die Gegend, erst zum einen Arzt, dann mit dem Bus in die Stadt, zum nächsten Arzt. 3 Wochen Krankenschein erst mal und alle waren viel netter, als ich erwartet hatte. Tat gut. Dann im Büro vorbeigesehen, Krankmeldung abgegeben und geredet über alles. Viel Mitgefühl und Verständnis gespürt. Hat auch gut getan.

Als nächstes das Ordnungsamt aufgesucht und eine nette geduldige Zuhörerin gefunden. Ich weiß, man kann nicht viel machen, hab ja keinen Namen oder Anschrift. Dennoch wird meine Geschichte an den Außendienst weitergegeben. Nicht schlecht.

Und dann ins Cafe gesetzt, ein Brötchen mit Ei gegessen und das allerbeste, einen richtig leckeren Kakao mit Sahne getrunken. War das guuut.


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Scheiße !!!

Immer diese blöden Hunde !!!

Erst gestern wurde ich im Wald von einem jungen total verspielten Retriever angesprungen, Ergebnis: dreckige Beine, dreckige Hose, dreckiges Laufshirtund ne Besitzerin, die ziemlich gleichgültig auf meine Beschwerden reagierte. Aber es läßt sich alles waschen und reinigen.

Heute bei allerschönstem Sonnenschein war ich wieder unterwegs. War ein richtig schöner Lauf bis zur nächsten unangenehmen Hundebegegnung. Mehrere Menschen, mehrere Hunde, die irgendwo im Grünen rum liefen. Ich komme munter angelaufen. Ein Hund findet das toll, kommt auf mich zu, kreuzt meinen Weg, ich falle über ihn. Autsch. Hat richtig weh getan. Als erstes wurde ich noch am Boden liegend den Tränen sehr nah gefragt, ob ich durch meine dunkler Brille überhaupt richtig gucken könnte. Unglaublich aber wahr. Man half mir hoch. Das Knie war blutig und meine linke Hand / Handgelenk tat weh. Ich motzte, schimpfte, heulte, weiß nicht mehr. Mir wurde ein Tempo gereicht für mein blutiges Knie und es wurde sich entschuldigt. Ich lief weiter. Meine Hand / Handgelenk tat weh immer mehr. Ich lockerte meine Uhr und lief weiter. Es tat immer mehr weh, ich nahm die Uhr vom Arm und lief noch ein wenig. Irgendwann ging ich dann den Rest des Weges heulend nach Hause.

Zuhause konnte ich die Hand kaum noch bewegen, machte alles mit rechts beim Duschen, Anziehen… Zog mich richtig an, fuhr zum Krankenhaus, Hand war dick und tat weh. Nach 2 Stunden Wartezeit ab zum Röntgen, dann wieder warten. Und dann in den Gipsraum. Diagnose: Verdacht auf Fraktur irgendwas (ich habs nicht verstanden). Arm ruhig gestellt mit Schienenverband für die nächsten 4 Wochen. Kein Laufen, kein Fahrradfahren . Scheiße !!!


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Hui, wie der Wind weht…

Hui, wie der Wind weht, keine Sonne mehr zu sehen. Nur ab und zu ein paar Tropfen Regen und immer weht der Wind. Er läßt die bunten Blätter tanzen und es rauscht wie am Meer.

Ich laufe ihm entgegen und er macht mir das Laufen so schwer. Ich stemme mich ihm entgegen, gebe alles. Du kriegst mich nicht klein ! Ich spüre den Wind in meinen Haaren, wie sie wehen und auch im Gesicht und gerade da finde ich es schön. Und ich spüre ihn auch am Körper, mein Shirt flattert um mich herum.

Der Himmel ist voller Wolken mal hellgrau, mal dunkelgrau, nur die Sonne ist weit und breit nicht zu sehen.

Auf dem See sind viele kleine Wellen und keine Ente zu sehen. Ich laufe drum herum und fühl mich so wohl. Bin froh, dass ich laufe. Was kann man bei diesem Wetter besseres tun? Und irgendwann hat er ein Einsehen und schiebt mich von hinten und läßt mich fast fliegen und das ist wow so schön. Und weil es so schön ist, häng ich noch ne halbe Runde dran und lauf erst dann wieder nach Hause.

Im Wald allerdings da muss ich acht geben, liegt allerlei herum auf dem Boden und schnell kann es geschehen, dass ich stolpere, umknicke … Aber ich pass auf .


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Prachtvoller Herbstbeginn

Der Oktober zeigt sich in den ersten Tagen von seiner schönen goldenen Seite.

Wenn ich es nicht besser wüßte, könnte man glauben, dass wir Mai hätten.

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Der Himmel ist schön blau, die Sonne scheint und es ist angenehm warm.

Und auf den Feldern blüht es, wie es nicht schöner nicht blühen kann.

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Bei solchen Bedingungen macht das Radeln ganz besonders großen Spaß. So war ich heute wieder unterwegs Richtung Norden zur kleinen Stadt Xanten hin. Wen es irgendwann mal zum Niederrhein hinzieht, der sollte unbedingt einen Abestecher nach Xanten machen. Hier waren einst die Römer sehr aktiv. Viele Relikte und Hinweisschilder findet man hier.

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Ein archäologisch aufbereitetes Amphitheater  und einiges mehr.

Und dann ist da noch der Xantener Dom:

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der unweit des hübschen kleines Marktplatzes zu finden ist. Auch auf dem Marktplatz war heute reges Leben. Die vielen kleinen Cafes hatten Hochkonjunktur. Alle wollten noch einmal diesen schönen Tag genießen und ein paar Sonnenstrahlen abhaben.

Nach einer kleinen Pause zog es mich danach wieder Richtung Heimat. Und auch auf der Heimfahrt stellte ich erneut fest, dass der Niederrhein sehr schön ist.

Doch wo ist es bei solch einem Prachtwetter nicht schön?