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Joggen, Fahrradfahren und was sonst so Spaß macht


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Zwischen all den Terminen

Zwischen frühem Aufstehen und Schlafengehen, zwischen Arbeiten und Abwasch, zwischen Terminen bei der Bank, bei der Mutter, beim Vater, beim Arzt, der Versicherung, beim Frisör, dem Warten auf Handwerker… freue ich mich wie ein kleines Kind, wenn ich endlich mal wieder laufen kann.

Es gibt Zeiten, da ist es so selbstverständlich, dass man regelmäßig in seine Laufsachen schlüpft und seine Runde dreht. So selbstverständlich, dass man sich nichts anderes vorstellen kann und/oder mag.

Doch es gibt auch andere Zeiten, wo man sich die Lücke suchen muss, wo man endlich mal wieder Laufen kann, wo man die Stille und Ruhe der Natur sowas von tief in sich aufsaugen kann, wo man sich an der ganzen Schönheit, die die Natur in ihrer nicht enden wollenden Vielfalt immer wieder präsentiert, erfreuen kann.

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Heute früh, wo es eisig kalt war, wo ich mich dick angezogen hab und so gut gegen die Kälte gewappnet, wo alles um mich herum mit einer dicken Schicht von Rauhreif überzogen war, da bin ich gelaufen und es war sooo schön.

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Der Himmel zeigte heute so viele bunte Farben. Bei so einem Anblick geht doch das Herz auf und es macht Spaß, hier seines Weges laufen zu können.

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Zwischen all den Terminen lohnt es sich, trotzdem  früh aufzustehen. Ich hätte was verpasst, hätte ich es nicht getan.


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Hamburg – Ostsee – Zuhause

Ich war auf Reisen. Nicht lange, nur ein paar Tage.

Zuerst ging meine Reise in die schöne Stadt Hamburg. Eine Großstadt voller Leben, und Abenteuer, Konsumtempel und vieles mehr. Ich mag die Stadt, komme immer wieder gerne hierher, nicht nur, weil ich meinem Idol hier sehr nahe kommen kann.

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Es war aber auch sehr, sehr kalt in Hamburg, viel kälter als am milden Niederrhein.

Nach ein paar intensiven Tagen ging meine Reise weiter an die viel ruhigere und beschaulichere Ostsee. Nach dem Lärm und der Hektik der Großstadt wartete hier viel Ruhe und Gelassenheit auf mich.

Ich mag das und natürlich das Meer und den Strand, den Himmel, die Wolken, den Wind

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und ganz besonders und immer wieder schön das Treffen mit Margitta.

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Wir hatten eine schöne Zeit gemeinsam dort, sind gelaufen, haben viel geredet…

Doch nach wenigen Tagen schon musste ich schon wieder Heim. Wäre ja gerne noch ein wenig länger geblieben.

Nun bin ich schon wieder eine Woche Zuhause. Aber es ist nicht ganz so wie vor dem Urlaub. Es hat gut getan, mal rauszukommen aus dem nicht enden wollenden Gedankenkarussel, mal auf ganz andere Gedanken zu kommen, das Leben ein wenig zu genießen.

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Auch wenn ich schnell wieder in meinem Gedankenkarussel drin war, viel zu schnell. Der Abstand dazwischen hat einfach nur gut getan.


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So langsam läuft es wieder rund…

Laufe wieder verhältnismäßig regelmäßig mehrmals in der Woche. Das klappt nun schon einige Wochen hintereinander.

So endet diese Woche mit einem fünften Lauf und ich muss sagen, es geht allmählich wieder aufwärts.

Von das, was man Bestform so nennt, wo man endlos lange und auch für seine Verhältnisse recht flott laufen kann, bin ich noch ein ganzes Stück entfernt. Doch es läuft nicht mehr so schwer. Ein wenig kommt ein Hauch Leichtigkeit zurück.

Und heute nach vielen Wochen und Monaten war ich endlich mal wieder in den Feldern unterwegs. Es war nur eine kleine Runde dort. Aber sie war schön und wohltuend. Die 11 km haben mir an keiner Stelle weh getan, Mühe bereitet, sondern waren angenehm und gut.

Fotos habe ich keine gemacht. Bringe ich sicher irgendwann auch wieder mit nach Hause. Aber fürs Erste ist mir das gute Gefühl des Laufens wichtig.

Es geht langsam wieder aufwärts. Das ist es, was heute zählt.


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Wie lange es dauert…

Wie lange es dauert, bis dass es draußen endlich hell wird, bis man in der Dunkelheit und dem Nebel ganz weit weg sieht, dass irgendwann gleich die Sonne aufgehen wird. Und wie lange es dann immer noch dauert, bis sie dann wirklich aufgeht. Und dann kann ich sie noch nicht mal sehen durch den Nebel und den vielen Wolken.

Ich hab nicht so lange gewartet, hab mich irgendwann angezogen und bin raus auf die Straße zum Laufen und bin losgelaufen.

Es ist kalt geworden mit 5 Grad nur. Aber ich hab es ja zuvor auf dem Thermometer gesehen und mich entsprechend angezogen. Und so fühle ich mich wohl, wo ich endlich los laufe.

Es ist schon 7:30 Uhr, doch die Straßenlaternen sind noch an und es ist dunkel und neblig. Bis zum Töpper ist mir kein Mensch begegnet, nur wenige Autos an mir vorbeigefahren.

Am See angekommen sind nur wenige Menschen unterwegs mit Hund oder laufend oder walkend. Alle anderen sind noch nicht hier.

Ich hab zwar meine Kamera dabei, aber für Fotos ist es definitiv zu dunkel. Ich hör die Enten und Gänse gackern, genieße die Stille und die Einsamkeit und den Nebel und das Dunkle. Laufe gemütlich meine Runde und fühle mich wohl.

Ist ein angenehmer Lauf, der mir gut tut. Und wie läuft es bei Dir?


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Die Sache mit dem Regen

Regen ist kein Grund, auf die Laufrunde zu verzichten. Im Gegenteil, es macht in der Regel großen Spaß, durch den Regen zu laufen.

Bin heute den vierten Tag hintereinander gelaufen. Und Regen war jeden Tag ein Thema. Einmal war ich schon unten aus der Haustür raus, als ich da erst merkte, dass es regnet. Also schnell noch mal hoch, die Regenjacke an und Käppi auf. Kein Problem.

Dann die nächsten beiden Male sah es nach Regen aus mit dunklen Wolken am Himmel. Hab mir wieder eine dünne Jacke übergezogen und mein Käppi auf. Hatte aber nicht geregnet. Konnte man so aber echt nicht vorher sehen.

Und heute da tröpfelte es auf meinem Nachhauseweg. Also natürlich wieder die dünne Jacke an und das Käppi auf. Kalt war es allerdings mit 15 Grad nicht.

Die ersten Meter regnete es tatsächlich noch immer leicht. Aber während meines Laufes hörte es auf, wurde trocken und trockener und es kam sogar mal kurz die Sonne raus. Was hab ich in meiner Jacke geschwitzt, puh.

Ohne Jacke richtig nass werden im Regen, das bekommt mir in dieser Jahreszeit nicht so gut. Also war es wohl besser, zu schwitzen.

Ist aber derzeit echt nicht leicht, sich optimal zu kleiden zum Laufen.


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Auf der Suche nach dem Flow

Bin gestern und auch heute wieder gelaufen.

Es war nicht spektakulär, nicht schnell, sehr langsam eher und vor allem fühlte es sich so schwerfällig an.

Gelegentlich sah ich andere Läufer leichtfüßig an mir vorbei traben. Selbst wenn ich gewollt hätte, hätte ich nie und nimmer da mithalten können.

Aber was erwarte ich auch nach einem Sommer, der nicht nur läuferisch nicht meiner war.  Kämpfe ja schon sehr lange mit meiner Laufunlust herum. Von daher ist jeder Lauf an sich  schon ein Erfolg.

Ist schön, durch die mittlerweile angenehm kühl temperierte Luft zu laufen, den See ruhig liegen zu sehen. Einsam ist es auf meiner Laufstrecke nicht. Was aber kein Problem ist.

Das Einzige was ich wirklich vermisse, ist die Leichtigkeit, mit der ich in besseren Tagen über meine Laufstrecke geschwebt bin.

Ich hoffe, dass ich da irgendwann wieder hinkomme und den Flow spüre, den wir Läufer zu lieben. Wird sicher noch ne Weile dauern bis dahin.