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Joggen, Fahrradfahren und was sonst so Spaß macht


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Sonne oder Regen?

Freust Du Dich immer, wenn die Sonne scheint?

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Oder ist es nicht manchmal auch eine Wohltat, wenn es regnet?

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Manchmal passt tristes Wetter zur eigenen Stimmung, da wäre ein blauer Himmel und Sonnenschein irgendwie fehl am Platze. Manchmal tut es gut, zusammen mit dem Himmel ein paar Tränen zu weinen.

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Bin ein Teil dieser Erde, der Natur, kann nicht nur von Sonnenschein und blauem Himmel leben. Das Leben geht nicht immer nur geradeaus und ist auch nicht immer schön.

Dann ist man manchmal froh über Tristess.

Und irgendwann hat man dieses tiefe Tal durchschritten und atmet auf wie die Natur, wenn sie mit aller Macht ihre Sonnenstrahlen zu uns schickt und blauen Himmel und von dunklen Wolken weit und breit nichts zu sehen ist. Wetten dass?

 

 


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Laufen

Laufen ist die natülichste Fortbewegungsart des Menschen überhaupt. Es gehört zu den grundlegenden Dingen, die wir schon als Kleinkind lernen.

Und wenn wir es dann gerade so können, rennen wir vor Freude ungestüm, fallen, stehen wieder auf, holen uns Schrammen und Beulen und hören deshalb nie auf zu laufen.

Später lässt die Lauffreude meist nach, gibt ja noch so vieles anderes zu entdecken und mit dem Fahrrad oder Auto kommt man schneller und bequemer von A nach B und überhaupt, warum sich unnötig anstrengen.

Dann sitzen wir viel in der Schule, im Büro, im Auto, vor dem PC, dem Fernseher. Und irgendwann merken wir es an gesundheitlichen Problemen, vielleicht an der eigenen Unzufriedenheit mit sich und dem eigenen Körper, fühlen uns womöglich nicht recht wohl darin.

Vielleicht sehen wir andere beim Spazierengehen an uns vorbeilaufen und bewundern sie insgeheim?

Wie auch immer, irgendwann steht man an dem Punkt, wo man bestückt mit irgendwelchen Sportschuhen und anderen vermeindlichen Sportsachen irgendwo in der Wildnis steht alleine oder mit anderen zusammen und läuft die ersten Schritte…

Und hat man nur ein bißchen Blut geleckt, nimmt das Schicksal unweigerlich seinen Lauf.

Mancher läuft sich um Kopf und Kragen, kann nicht genug kriegen von all dem, läuft immer weiter, schneller und weiter und schneller… Bis dass wieder der eigene Körper sich meldet in Form von Verletzungen, Krankheit, etc….

Und dann ist es schnell vorbei mit der ganzen Herrlichkeit des Laufens, man steht nicht mehr auf, eben wegen der schmerzhaften Beulen und Schrammen die man sich geholt hat und hängt die Laufsachen an den Nagel.

Ich frage mich, muss das so sein?

Laufen kann viele Gesichter haben zweifellos. Und manchmal zieht es auch mich hin zum Höher, Schneller, Weiter, geht manchmal sehr schnell ohne dass ich es merke.

Aber dann merke ich doch, dass es mir nicht wirklich gut tut. In der Hektik des Alltags brauche ich was ganz Anderes, brauche das Ruhige, Stille, die Idylle, das Inmichkehren und Entspannen.

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Muss manchmal aufpassen, mir nicht unnötig Druck zu machen. Will ja eigentlich nur Laufen um der Freude wegen.

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Und das tut mir unendlich gut.

Und Dir?


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Die Zeit

Wenn der Alltag dich manchmal auffressen will, dir deine Zeit nimmt, die du für viel schönere Dinge nutzen wolltest.

Wenn du dann doch endlich die Zeit findest, um rauszugehen und zu laufen.

Dann hast du endlich Zeit, Deine Gedanken zu ordnen, um über manches gründlicher nachzudenken als sonst. Da ist es egal, ob du langsam läufst oder schnell, ob du weiter läufst oder nicht ganz so weit.

Dann bist du froh über die Zeit, die du gerade für dich hast und wirst belohnt.

Es zeigt sich die Sonne und will dir vielleicht sagen, dass da irgendwo doch Licht ist am Ende des Horizonts?

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Dass jeden Tag die Sonne auf- und wieder untergeht.

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Dass du ein Teil davon bist mit allem, was dazu gehört im Guten wie im weniger Guten.

Dass nicht alles Schwarz und Weiß ist, sondern viel mehr.

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Du fragst dich vielleicht, was ist eigentlich wichtig im Leben, worauf kommt es an?

Und dann genießt du den Augenblick, der dir gerade eben jetzt geboten wird, spürst, wie gut das tut und läufst weiter deines Weges, bis du endlich Zuhause wieder ankommst.

War nur ein kurzer Moment in diesem ganzen Wahnsinn. Aber einer, der dir sooo gut getan hat.


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Und dann ?

Die ersten 100 km in 2017 liefen reibungslos, locker, leicht, einfach nur gut.

Und dann? Dann kam der Winter mit seiner Eiseskälte.

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Am Wochenende machte mir das nichts. Da bin ich gelaufen schön dick und warm eingepackt.

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Aber in der Woche nach getaner Arbeit war ich immer so froh, wenn ich Zuhause war und nicht mehr durch den Eisschrank da draußen rennen musste. Meine Wolldecke auf dem Sofa war mir da doch wesentlich lieber und angenehmer.

Und jetzt?

Jetzt ist erstens wieder einmal Wochenende, wo mir keine Kälte so viel ausmacht, dass ich einfach Zuhause bleibe. Und dann ist es eben nicht mehr so kalt. Ist mit 7 Grad sogar richtig angenehm draußen. Allerdings regnete es heute auch und die Wege waren entsprechend matschig und glitschig.

Bin so gestern und heute wieder meine Runden gelaufen, gestern ein wenig weiter mit etwa 14 km und heute nur mal so um den Töppersee herum.

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Es macht immer noch Spaß und wer weiß, vielleicht hätte es auch nach getaner Arbeit dick und warm eingepackt Spaß gemacht?

 


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Und Danach ?

Was die Gefühlslage bezüglich des Laufens angeht kann man diese in drei Phasen einteilen.

Die Erste ist die davor. Und die ist unterschiedlich. Wenn ich einen arbeitsreichen Tag hinter mir habe, vielleicht noch ein paar Sorgen im Kopf, müde bin, dann ist es nicht immer so einfach, sich zum Laufen aufzuraffen. An anderen Tagen dagegen freut man sich sehr auf das Laufen, kann es vielleicht gar nicht abwarten,dass es endlich losgehen kann. Und wieder ein anderes Mal weiß man, dass man Laufen wird, aber ist weder erfeut noch traurig, gehört halt zum Tag wie andere Sachen auch.

Wenn man dann läuft, läuft es manchmal sehr gut, manchmal nicht ganz so gut, mal läuft man leicht und locker, ein anderes mal fühlt es sich recht zäh an.

dsc00725Manchmal hat man das Gefühl, endlos lange weiter laufen zu können, und das nächste Mal ist man froh, wenn man endlich Zuhause ist. Aber man ist gelaufen.

Und dann gibt es noch das Danach. Und da gibt es eigentlich keine wirklichen Unterschiede. Wenn ich in meiner Wohnung bin und meine Laufsachen ausziehe, wenn ich unter der Dusche stehe und alles in mir noch nachwirkt, dann macht sich  ausschließlich ein gutes Gefühl in mir breit: Bin froh und stolz, mein Ründchen gelaufen zu sein, es durchgezogen zu haben, dass mir vorgenommene Pensum geschafft zu haben, fühle mich groß und stark, entspannt, bin mit mir und meiner Welt zufrieden. Hab was Gutes für mich getan.

Ein Grund, die Laufsachen nicht so einfach an den Nagel zu hängen. Das Gefühl danach ist es einfach wert.

 


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Heute mal nicht oder doch ?

Ich bin ganz gut durch die Woche gelaufen. War an vier Tagen unterwegs, dreimal nach der Arbeit und gestern.

Nach der Arbeit ist das Laufen eine Wohltat und es fiel mir nicht schwer, mich dazu aufzuraffen.

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Gestern am Wochenende war es auch gut. Es war zwar sehr, sehr kalt. Aber entsprechend angezogen dann kein Problem. Ich war früh unterwegs, weil für die spätere Tageszeit Eisregen angesagt war. Bei Temperaturen von ca. – 4 Grad war ich unterwegs und es grieselte ganz leicht. Bin schön gemütlich und entspannt gelaufen und es kamen immerhin 13,6 km heraus. War schon lange nicht mehr so weit gelaufen.

Und heute? Heute wollte ich auch wieder früh raus. Es soll auch heute wieder etwas später regnen. Man sah von drinnen eine neblige feuchte Suppe.

Ich zog mich wieder warm an und freute mich auf meinen heutigen Lauf.

Ich trat aus der Haustüre raus, uii, wie glatt es war auf dem Bürgersteig. Ich probierte es auf der Straße, naja, ich wage es mal mit dem Laufen.

Doch ich merkte sehr schnell, dass es heute kein guter Tag zum Laufen ist. Es ist so glatt und an manchen Stellen fiel es mir schwer, mich auf den Beinen zu halten. Ich hielt an, machte noch schnell ein Foto vom gefrorenen Bürgersteig:

 

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War noch keine 100 m weit gelaufen und kehrte wieder um. Hat keinen Sinn bei so einem Wetter zu laufen und die Gesundheit aufs Spiel zu setzen.

Hab es aber dann später viel erfolgreicher versucht. Um 13:30 Uhr war das ganze Eis weg, die Wege etwas matschig, aber nicht so schlimm. Konnte laufen immerhin über 11 km. Hab somit die ersten 50 km in 2017 mehr als vollenden können. Geht doch !

 

 


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Alles hat ein Ende

Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende entgegen. Nur noch ein paar Stunden, dann ist es vorbei.

Für mich war es kein einfaches Jahr. Im familiären sowie beruflichen Bereich gab es so manche Tiefschläge, die mich teilweise aus meiner gewohnten Bahn zu schleudern drohten.

Aber es gab auch zahlreiche richtig schöne Momente, die teilweise sogar parallel zu den weniger schönen Dingen liefen. Hab dieses Jahr drei mal Udo Lindenberg treffen können, was jedes Mal ein ganz besonderes Erlebnis für mich war. Nicht zu vergessen der Besuch von seinen tollen Konzerten in riesigen Fußballstadien.

Selber habe ich mich in ein Tonstudio gewagt und meine eigenen Werke dort aufgenommen. Herausgekommen ist eine eigene CD, auf die ich ein wenig stolz bin.

Und läuferisch, da gab es doch reichlich Aufs und Abs. So wie es mich in diesem Jahr einige Male heftig durchgeschüttelt hatte, hat es sich auch aufs Laufen ausgewirkt. Hatte diesbezüglich ein wenig den Faden verloren, keine Lust gehabt aufs Laufen, den Kopf voll mit ganz anderen Dingen.

Doch am Ende bin ich wieder in die Bahn gekommen und nicht zuletzt das Laufen hat mir dabei nicht unwesentlich geholfen.

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Wer mir aber in all der Zeit immer wieder  unterstützend zur Seite gestanden hat, war Margitta. Gerade in Zeiten, in denen es mal nicht so läuft, lernt man die Menschen kennen, auf die man sich tatsächlich verlassen kann.

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Liebe Margitta, ich möchte Dir an dieser Stelle sehr herzlich danken fürs immer Dasein, wenn es nötig war, fürs immer Zuhören auch wenn die Tränen rollten, fürs immer wieder Mut machen, fürs immer an mich glauben, wo es mir selber manchmal schwer fällt, an mich zu glauben. Dich an der Seite zu wissen, ist schon echt super ! Vielen Dank !!!

Nun stehen wir kurz vor einem neuen Jahr. Eigentlich ändert sich ja nicht viel. Morgen ist ein neuer Tag, naja ein neues Jahr. Ob sich soviel ändert? Immerhin wartet am Montag schon mal ein neuer Job auf mich. Ich hoffe mal, dass es damit besser läuft als mit dem letzten.

Es warten sicher wieder gute und weniger gute Tage und Zeiten auf uns. Die Guten wissen wir hoffentlich alle zu schätzen und genießen und für die weniger Guten, vielleicht auch Schwierigeren haben wir hoffentlich alle genügend Kraft, um sie zu überstehen, zu überleben, gegen sie anzukämpfen.

Beim Blick am Ende eines Jahres merkt man nämlich, dass es sich auf jeden Fall lohnt.

Ich wünsche Euch Allen einen guten Übergang in 2017 und für die Zeit danach sowieso alles Liebe und Gute, Glück und vor allem Gesundheit.

Macht’s gut, bis nächstes Jahr.