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Joggen, Fahrradfahren und was sonst so Spaß macht


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Lebenskrisen

Hattest Du mal eine?

Oder steckst Du gerade mitten drin?

Manchmal passieren Dinge, die werfen uns aus der Bahn. Selten ist es ein Problem, oft sind es mehrere. Sie können den Job betreffen, die Familie, die Gesundheit….

Manche Situationen hauen uns aus den Socken, ohne dass man sich groß dagegen wehren kann. Ich denke, dass jeder mal solche Phasen im Leben durchmacht.

Mir macht derzeit der neue Job zu schaffen, der offensichtlich nicht der Richtige für mich ist. Und dann kommt noch die Demenz-Erkrankung meiner Mutter hinzu. Sie ist nun am Dienstag ins Heim gekommen, versteht die Welt nun gar nicht mehr, ist weg von Zuhause, weg von der Familie, alles ist fremd und wenig vertraut.

Und der Rest der Familie steht davor. Es tut weh, all das mit ansehen zu müssen. So weh, dass ich derzeit nicht arbeiten kann.

Bin nun ein paar mal gelaufen. Heute auch wieder. Hab dabei viel geweint und dann Zuhause noch viel mehr.

Ich weiß, es werden wieder andere Zeiten, bessere Zeiten kommen. Doch im Moment haut mich die ganze Situation eben ziemlich aus den Socken.

Was hilft? Die Malerei ein wenig, die Musik auch, Gespräche mit anderen Menschen. Ist nicht so einfach gerade, den Kopf über Wasser zu halten.

Aber ich weiß, dass ich das schaffen werde. Brauche aber Zeit dafür.


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Wenn’s gut tut

Bin heute wieder gelaufen.

Diesmal musste ich mich nicht aufraffen. Da war vielmehr eine zarte innere Stimme in mir, die danach verlangte und mir keine Ruhe ließ, bis ich mich endlich tatsächlich aufmacht, mir meine Laufsachen raussuchte, mich anzog und dann los lief.

Es ist kein Laufen nach irgendwelchen Rekorden. Es ist vielmehr ein Laufen zurück zu alten Pfaden, zurück zum Leben.

Und dann merke ich, wie ich allmählich ruhiger werde, wo meine Gedanken ruhiger werden, die Seele ein wenig Frieden findet. Der große Berg voller Sorgen, wird auf einmal nicht wirklich kleiner, aber ist doch nicht mehr ganz so groß. Ich weiß, es gibt so vieles im Leben. Vieles macht Spaß und Freude und anderes eben leider gar nicht, bereitet Sorgen, läßt Dich nicht schlafen, macht Dich hektisch und traurig, läßt mich am Rad drehen, ohne, dass ich was dagegen tun kann.

Auf einmal werde ich doch ein wenig ruhiger und gelassener.  Und wenn es nur für den Moment ist und nicht den ganzen Tag anhalten mag. Für diesen Moment tut es gut.


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Hallo

Hallo, es gibt mich noch. Hab lange nichts geschrieben.

War erst im Urlaub auf der Insel Langeoog im Juni. Und dann Zuhause warteten ein paar Probleme auf mich, die immer noch nicht ausgestanden sind.

Die Umstände führten dazu, dass ich keine Lust mehr hatte zu laufen, zu schreiben …

Aber wie das Leben auch ist, es geht immer weiter und weiter.

Habe mich heute erstmalig nach einigen Wochen zum Laufen aufgerafft. Es war wirklich ein Aufraffen, ein „ich weiß, ich muss mal wieder“.

Es wurde ein kleines Ründchen, nichts Spektakuläres. Es war ein Schritt raus aus der sportlichen Lethargie, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Es war nicht schlecht, jedoch von der Euphorie manch anderer Tag ein ganzes Stück entfernt. Gut Ding will Weile haben. Und ich weiß, irgendwann werde ich wieder voller Elan und Freude meine Runde laufen und hoffentlich auch Schreiben.

Bitte um Geduld.

 


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So ein Wetter !

So ein Wetter !

Erst war es ganz angenehm. Die Sonne schien und es war angenehm war.

Doch im Laufe des Tages nahm die Schwüle immer mehr zu.

Natürlich habe ich mich davon nicht abhalten lassen vom Laufen. Hab mir bei schwülen 27 Grad meinen Trinkgürtel mitgenommen.

Doch ich war noch keine 100 m unterwegs, da sprühte es unten aus dem Fläschchen heraus. Das blöde Ding war undicht und nicht mehr zu gebrauchen.

Aber auch davon lasse ich mich nicht aufhalten. Ich lief trotzdem weiter.

Naja, am Anfang machte es mir nicht so viel aus. Lief zum Schwafheimer See und umrundete ihn, um danach wieder den Heimweg anzutreten. Am Ende wurde es dann aber doch immer schwerer. Der Schweiß rann nur so an mir herunter und die Beine wurden schwerer und müder.

Am Ende war ich froh, wieder Zuhause zu sein.

Schnell unter die Dusche und dann wurde es dunkel und dunkler. Der Himmel grummelte und es blitzte und donnerte und regnete heftigst.

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War froh, dass ich nicht mehr unterwegs war. Ist bei so heftigem Regen vor allem aber bei Blitz und Donner nicht so angenehm.

Ist aber auch ein Wetter !

 


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Im Grünen

Im Grünen ist es schön. Da sind viele kleine Blümchen, Bäume, Sträucher, viel Gras und Kräuter in vielfältiger Art.

Wenn man da durch läuft, duftet es so wunderbar. Man hört und sieht die Vögel, sieht Kaninchen  hier und da.

Naja klar, man ist nicht so oft alleine da. Finden auch andere schön da, andere Läufer, Walker, viele Hunde-Gassi-Geher.

Hier ist es anders als auf der Straße, die nur ein paar Meter weiter weg ist. Hier findet man Ruhe, die man auf keiner Straße so findet, hier ist Idylle und doch ist hier so viel Leben.

Hier ist das pralle Leben, hier ist die Natur in ihrer ganzen Kraft und Schönheit. Was hier wächst und gedeiht und grünt und blüht ist für mich immer wieder wie ein Wunder. Manchmal wächst zwischen den Fugen vom kaputten Straßenbeton wieder was kleines Grünes, was größer wird und größer. Kommt einer und schneidet es zurück, dauert es nicht lange und es wächst wieder groß und stark und stärker und schön.

Allerdings sind hier auch viele Insekten. An manchen Ecken summt und brummt es nur so und manche kleine Fliege / Mücke kann sich dem Sog meines tiefen Atems nicht entziehen und landet an meinen Lippen, in meinen Mund, zwischen den Zähnen, sogar in meinen Rachen.

Für einen Moment bleibe ich stehen, bin kurz davor, mich übergeben zu müssen, spucke aus und laufe schließlich weiter, als wäre nichts weiter geschehen.

Soll ich mich etwa beschweren, dass ich nicht alleine bin auf dieser Welt? Dass im schönsten Schönen doch was ist, was mir unangenehm ist?

Nein, ich laufe weiter, bin frohen Mutes und freue mich, hier laufen zu können.

Ich liebe das.


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4. Woche

Die 4. Woche bin ich nun im neuen Amt, wo mir tagtäglich immer noch viele neue Dinge begegnen.

Die 4. Woche bin ich von der alten Stelle weg, die mich häufig frustrierte, nervte, keinen Spaß mehr machte.

Und die 4. Woche laufe ich nun wieder regelmäßig.

Das Neue im Job fordert mich auch physisch. Bin manchmal ganz schön platt, wenn ich nach Hause komme.

Das Laufen tut dann wirklich sehr gut. Der Kopf wird wieder frei, der vom vielen Sitzen steife Körper kommt wieder in Schwung, die frische Luft da draußen tut sehr gut und meine Gedanken sind meist positiv.

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Laufe zudem derzeit andere Wege, die ich früher nicht gelaufen bin. Allerdings sind sie mir nun längst auch vertraut geworden.

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So wird bald auch das jetzt noch Neue immer vertrauter werden, genauso wie das regelmäßige Laufen. Das war und ist mir viele Jahre immer vertraut gewesen, gehörte zu meinem Leben. Es war nur komisch, dass es das ein paar Wochen eben nicht war.

Doch jetzt bin ich froh, dass alles so ist, wie es derzeit ist.


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Sonntag morgen eine Wohltat

Sonntag morgen nach einer turbulenten Woche ist eine Wohltat.

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Die Sonne scheint und ich mach mich auf den Weg zu meiner Laufrunde.

Bin noch etwas platt von zwei Konzertbesuchen bei Udo. Das war natürlich wieder richtig gut. Aber gut tut nun auch die Ruhe, die ich im Grünen finde. Die Einsamkeit, das Alleinsein, das zur Ruhe zu kommen. Aber auch das langsame Laufen mit Gehpausen dazwischen tun so gut.

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Die frische Luft tut gut, die ich tief in mir aufsauge. Die Beine waren gestern schon schwer und sind es heute auch noch. Komme heute schnell außer Atem. Also lasse ich es noch langsamer angehen.

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Hauptsache draußen sein, die frische Luft genießen, das saftige Grün um mich herum, das Vogelgezwitscher. Gerade nach dem ganzen Rummel in dieser Woche nun ein ganz besondere Wohltat für mich.