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Joggen, Fahrradfahren und was sonst so Spaß macht


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Urlaub

Sommerzeit, Urlaubszeit, lange hatte ich mich darauf gefreut.

Ich wollte mit dem Rad an der Ostseeküste entlang radeln und zwar von Timmendorfer Strand bis nach Hiddensee.

Doch aufgrund meines Sturzes im August und der damit verursachten Knieverletzung war das leider nicht möglich. Das Knie war dafür zu arg verletzt und nicht belastbar genug. So disponierte ich um.

Es wurde eine Woche Urlaub am Timmendorfer Strand und eine weitere Woche in der Nähe von Rostock.

Timmendorfer Strand war Neuland für mich, war noch nie zuvor dort. Hier ist auch Ostsee, aber eine Bucht mit wenig bis gar keinen Wellen. Auch den Strand habe ich als eher beiläufig empfunden. Dieser wirkte auf mich nicht so schön wie beispielsweise an der Nordsee oder eben etwas weiter östlich an der Ostsee.

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Schöne Geschäfte gibt es hier häufig die zum Shoppen verführen. Auch eine schöne Strandpromenade lud zum täglichen Spazierengehen ein. Hier testete ich täglich mehr meinen Gang mit dem lädierten Knie und war erfreut, dass es besser ging, als ich mir zuvor vorstellen konnte. Eine etwas längere Wanderung führte mich sogar zu einem schönen Steilufer mit toller Aussicht:

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So ging die erste Woche meines Urlaubs recht schnell rum.

Die zweite Woche erwartete mich zunächst mit allerschönstem Sonneschein und blauem Himmel an dem immer wieder wunderschön anzusehenden Strand. Hier ist gleich ein ganz anderes Urlaubsfeeling zu spüren.

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An so einem schönen Strand spaziere ich gerne entlang.

Auch nette Gesellschaft in Form von Margitta machte mir den Aufenthalt angenehm.

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Leider war es uns aufgrund meiner Knieverletzung diesmal nicht vergönnt, gemeinsam zu laufen oder zu radeln. Aber wandern ist auch schön, man ist draußen an der frischen Luft in aller schönster Umgebung bei wunderbaren Wetter: Herz was willst Du mehr?

Ich genoß die hier meist ruhigen Tage und hatte eine angenehme Zeit.

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Nach einer Woche war aber auch diese Zeit wieder vorbei und ich fuhr nach Hause.

Ich bin nun schon wieder eine Woche Zuhause und hatte immer noch Urlaub. Ich traute mich wieder aufs Fahrrad und diesmal fühlte es sich deutlich besser an als noch zuvor.

Dem Knie geht es besser. Ein bißchen Vorsicht ist noch geboten. Aber es geht deutlich aufwärts mit der Heilung.

Nun hoffe ich, dass ich vielleicht in nicht all zu ferner Zukunft auch wieder laufen kann.

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Fallsucht

Nun ist es auch beim Radfahren passiert.

Ich bin hingefallen und mit der Kniescheibe auf den Asphalt geknallt. Autsch.

Bin zwar noch nach Hause geradelt. Aber Zuhause wurde mein Knie dann dicker und dicker. Ich konnte fast gar nicht mehr auftreten. Der Schrubber mit seinem langen Stiel diente mir als Gehhilfe.

Zum Glück war nichts gebrochen, aber geprellt und reichlich Flüssigkeit im Gelenk. Das war am 12. August, also schon vor zwei Wochen. Eine Woche habe ich geruht, das Knie gekühlt, hochgelagert, geschont, gekühlt, gekühlt, gekühlt….

Nach ein paar Tagen brauchte ich den Schrubber nicht mehr als Gehhilfe.

Letzte Woche nahm ich dann wieder meinen Dienst auf. Mit dem Auto musste ich allerdings dort hin fahren. Das Knie war immer noch recht dick und unbeweglich. An Radeln war nicht zu denken.

Im Laufe der Woche wurde es jeden Tag einen Tick besser.

Das Knie ist nun noch immer ein wenig dick und auch noch recht steif.

Ich gehe täglich spazieren und merke, wie Bewegung dem steifen Knie gut tut. Treppensteigen fällt noch schwer. Und heute habe ich es gewagt und habe mich auf mein Fahrrad gesetzt.

Ganz vorsichtig wollte ich es probieren. Die Gangschaltung wurde um 1 – 2 Gänge runtergeschaltet.

Am schwierigsten war das Auf- und am Ende auch das Absteigen vom Fahrrad. Der Kopf traut sich nicht. Und das Radeln fühlte sich im Knie noch komisch an. Es ist eben noch immer verletzt., die Wunden noch nicht ausgeheilt. Doch ich spürte auch, wie das kurze ganz leichte Radeln dem Knie gut getan hat. Es fühlte sich danach etwas lockerer an als vorher.

Auch später muckte das Knie nicht auf, tat nicht weh oder sonst was.

Naja, ich werde es weiterhin sehr ruhig angehen lassen und hoffe, dass meine nicht unerhebliche Knieblessur sich nun rasch wieder erholt.


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Kapuze auf und los

Der Wahnsinn auf den Duisburger Straßen nimmt derzeit kein Ende. Schon morgens um 6.00 Uhr in der Früh staut sich der Verkehr.

Gestern und heute morgen regnete es in Strömen. Ich hab einfach meine normalen Radelsachen angezogen, Regenjacker drüber, was normales trockenes zum Wechseln in die Tasche, Kapuze auf, ab aufs Fahrrad und durch diesen Wahnsinnsverkehr.

Es regnet in einer Tour und ich bin schnell naß. Ich fahre an einer nicht enden wollenden Autokolonne vorbei. Wo kommen die alle her? Wo wollen die alle hin? Ich bin viel schneller unterwegs als die. Bin froh um jede Straße, um jeden Meter, den ich abseits von diesem Wahnsinn fahren kann. Weiß nicht, warum alle mit ihren Autos über Straßen fahren wollen, die dafür nicht gemacht sind, die viel zu voll sind, wo man sehr lange braucht, um dahin zu kommen, wo man hin will.

Im Büro angekommen entledige ich mich schnell meiner triefend nassen Klamotten, ziehe die trockenen Sachen an und verbringe so den Arbeitstag. Der Verkehr da draußen ist immer wieder Thema und auch ich, weil ich eben trotz des Regens mit dem Fahrrad durch bin.

Gestern hat es auch am Nachmittag noch immer geregnet. Also habe ich die mittlerweile wieder trockene Radelhose angezogen, Regenjacke drüber, alles andere in die wetterfeste Tasche gepackt, Kapuze auf, rauf aufs Fahrrad und los.

Und wieder fahre ich vorbei an diesen unglaublich langen Autoschlangen. Ich merke mir einzelne Autos und warte vergeblich darauf, dass sie mich irgendwann auf meinem Nachhauseweg überholen. Ich bin eindeutig schneller unterwegs.

Ja, ich atme viel Automief ein, während ich durch den strömenden Regen radel. Doch die, die mit ihren Autos in diesen endlos langen Staus sind, die viel länger unterwegs sind als ich, atmen ihn auch ein und länger, weil sie viel länger brauchen, bis sie endlich Zuhause sind. Vollbesetzte Busse sind mittendrin mit beschlagenen Fenstern. Auch sie kommen nicht schneller voran genauso wie die vielen dicken Brummis. Stossstange an Stossstange stehensie da. Mancher tut sich schwer, mir das bißchen Platz zu lassen, was ich brauche, um die Straße zu überqueren, um von einem Radweg auf den nächsten zu kommen. Es ist zudem sehr laut hier. Alles ist genervt. Es ist ein Wahnsinn !

Heute mittag regnete es dann mal endlich nicht mehr. Doch Freitag mittags wird der Wahnsinn auf den Straßen nicht weniger. Jeder macht mit. Keiner läßt sein Auto Zuhause oder fährt mit dem Zug oder macht irgendwas anders. Die Meisten sind schlecht gelaunt deswegen.

Nur ich nicht. Ich fahre einfach weiter egal ob es regnet oder nicht meinen Weg. Und schlechte Laune habe ich deshalb nicht. Ich wundere mich nur, warum so viele andere sich das so jeden Tag antun?


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Und noch ne gesperrte Brücke

Es gibt noch mehr gesperrte Brücken in Duisburg. Da wo Rhein und Ruhr zusammenkommen, wo viel Wasser ist, wo der größte Binnenhafen Europas ist, wo viel Großindustrie und Schwerlastverkehr ist, wo viele Brücken sind, die älter und maroder werden, da häufen sich derzeit die Straßensperrungen.

Brücken müssen Lasten tragen, wofür sie nicht gebaut worden sind. Immer mehr Autos und vor allem LKWs sind auf den Straßen. Diese sind häufig zu eng und zu voll, gehen kaputt. Bis endlich Geld da ist, um sie zu reparieren, sowas ist sehr teuer. Und erst die noch viel teureren Brücken.

Auch diese Brücke ist nun für den Autoverkehr gesperrt.

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Jedoch für Radler und Fußgänger und natürlich Läufer frei. Wieder ein Stück Strecke frei von Autoverkehr, vom Lärm und Hektik, von Gestank, von unsauberer Luft.

Hier bin ich heute lang gelaufen. Ich musste nicht auf Autos achten oder irgendwas anderes. Hier war ich alleine für mich.

Wo das noch hinführt.


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Die Sache mit der A 40 Sperrung in Duisburg

Seit Mittwoch Nachmittag ist in Duisburg die Rheinbrücke der A 40 komplett gesperrt.

Die Folge ist ein großes Verkehrschaos mit langen Staus in vielen Teilen des Stadtgebietes. Wer mit dem Auto entsprechende Strecken und Ziele ansteuert, braucht viel Geduld und Zeit.

Anders ist es mit dem Fahrrad. Man ist eindeutig schneller mit dem Rad unterwegs, kann an so manche Autoschlange vorbei fahren.

Oft fahre ich von der Arbeit auch über den Radweg der Autobahnbrücke nach Hause. Dieser Teil der Brücke ist nicht gesperrt.

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Ach, ist das schön, über eine autofreie Autobahn zu radeln.

Keine schnell vorbeibrausenden Autos, kein Lärm, da ist nur die Brücke, ein kräftiger Wind, ein paar Bauarbeiter und sonstige Experten, die sich die marode Brücke ansehen, ein Fernsehteam und die Hinterlassenschaften einer Schafsherde, die wohl auch  über die Brücke geführt wurde.

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Weitere Belastungen, die Autoverkehr zwangsläufig mitbringt wie Feinstaubbelastung beispielsweise, die Sache mit dem Dieselskandal etc. spielen hier und heute keine Rolle.

Und ich freue mich, dass ich unter diesen Bedingungen vermutlich noch einige weitere Tage, vielleicht auch Wochen hierüber fahren kann.


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Das Laufen

Das Laufen hilft gegen so mancherlei.

Kann dir z. B. helfen, Wut und Ärger zu verdauen, wenn du welchen hast.

Kann dir zu guter bis sehr guter Laune verhelfen.

Und kann dir auch über manche Traurigkeit hinweghelfen.

Doch manchmal hilft auch das Laufen nicht, fühlt es sich viel zu anstrengend an und auch zu schnell für all die vielen Gedanken, die dein Kopf sortieren und aufarbeiten will. Manchmal ist noch mehr Ruhe und Langsamkeit viel angenehmer und Laufen irgendwie zu viel und zu anstrengend.

Mancmal tut es auch gut, wenn du z. B. von der Arbeit kommst, einfach nur die Tasche in die Ecke zu schmeißen und nur mit dem Schlüssel der Wohnung in der Hand sofort wieder raus zu gehen.

Manchmal tut es gut, irgendwo im Wald, am See oder einem anderen dir angenehmen Platz stehen zu bleiben, vor sich hin zu starren und nachzudenken, vielleicht die eine oder andere Träne zu vergießen.

Wenn es soweit ist, dann sagt mein Körper mir das schon, dass er so haben will und dann höre ich auch drauf.

Und dann merkst du, wie es langsam besser wird, wie allmählich wieder neues Leben in dir erwacht. Du merkst, wie die Lauflust wieder zurückkommt.

Und irgendwann ist es soweit und du läufst wieder und merkst wie unendlich gut es dir tut und dann läufst du und läufst und kannst gar nicht genug davon bekommen. Dann fühlt es sich so an als müsstest du die vergangenen lauffreien Wochen ganz schnell wieder aufholen. Dann ist es vielleicht ratsam, nicht ausschließlich auf den Körper und dem Verlangen nach Laufen zu hören. Denn es kann auch schnell wieder zuviel werden.

Derzeit bin ich gerade an diesem Punkt. Laufen macht wieder Spaß, tut gut und hilft mir, dass ich in der Nacht wieder besser schlafen kann, dass ich mich wohler fühle. Muss mich ein wenig bremsen, dass ich es nicht übertreibe. Denn meine Beine haben ordentlich Muskelkater.

 


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Die Anderen

Wenn man regelmäßig läuft, fällt man manchem auf. Wenn man ihnen immer wieder begegnet, sich grüßt, ein paar wenige Worte wechselt. Kann ganz nett sein, ist freundlich, schön.

Und dann fällt es auf, wenn du mal eine Zeitlang nicht läufst, vielleicht nur spazieren gehst. Man begegnet sich wieder, grüßt sich und wird gefragt: Ja, sie laufen ja gar nicht. Was ist denn los?

Ich mag aber nicht erzählen, warum ich keine Lust habe zu laufen, also antworte ich kurz und knapp, dass ich eben keine Lust habe.

Man begegnet sich noch ein paar mal und immer wieder der Kommentar, sie laufen ja schon wieder nicht, oder so ähnlich. Ob es nett gemeint ist? Vielleicht, vielleicht auch nicht, vielleicht einfach nur neugierig. Ich gehe jedenfalls nie groß darauf ein.

Ist doch meine Sache, ob ich laufe oder nicht oder?

Tja und heute bin ich wieder gelaufen. Hab schon mal nen etwas anderen Weg gewählt, um dem Ganzen aus den Weg zu gehen. Nutzte aber nichts. Irgendwann war er wieder da auf der gleichen Straßenseite mit seinem Hund wie ich.

Ich fürchtete fast schon wieder die mir zu aufdringliche Frage nach meinem Läuferleben. Er ging dann rechtzeitig mit seinem Hundchen doch noch rechts ab. Ich lief flugs an ihm vorbei.

Ich mag zu viel Neugierde einfach nicht. Na und?